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Asiatische Chip-Aktien unter Druck: Schwache US-Vorgaben belasten Halbleitersektor

Enttäuschende Ausblicke von Qualcomm und Arm drücken Asiens Halbleiterwerte – chinesische Chiptitel trotzen dem Trend.

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Die asiatischen Halbleitermärkte sind am Donnerstag deutlich unter Druck geraten. Auslöser waren enttäuschende Quartalszahlen und Prognosen der US-Chipdesigner Qualcomm und Arm, die die Anleger verunsicherten. Während der breitere Tech-Sektor in Asien nachgab, konnten sich chinesische Halbleiterwerte dank staatlicher Unterstützungsmaßnahmen aus Beijing gegen den Trend behaupten.

Im Zentrum der Verunsicherung stand Qualcomm. Der Konzern übertraf zwar die Erwartungen für das abgelaufene Quartal, gab jedoch einen schwächeren Ausblick für das laufende Quartal. Die Aktie verlor nachbörslich rund 7 bis 9 Prozent. Besonders belastend wirkte das Kerngeschäft mit Smartphone-Chips: Der Umsatz in diesem Bereich sank um 26 Prozent auf 5,14 Milliarden US-Dollar und lag damit unter den Analystenschätzungen.

Als Grund nannte das Unternehmen steigende Speicherkosten, die Smartphone-Hersteller zu Preiserhöhungen zwangen und die Nachfrage dämpften. CEO Cristiano Amon betonte jedoch, dass die Android-Auslieferungen in China ihren Tiefpunkt erreicht hätten. Für 2027 erwartet das Management allerdings einen stagnierenden Handymarkt.

Qualcomm setzt auf Auto- und Rechenzentrumschips als neue Wachstumsfelder

Um die Abhängigkeit vom Smartphone-Markt zu verringern, baut Qualcomm neue Standbeine auf. Das Segment für Automobilchips übertraf mit einem Umsatzsprung von 89 Prozent auf 1,99 Milliarden US-Dollar die Erwartungen deutlich. Im Bereich Data Center erzielte das Unternehmen 650 Millionen US-Dollar Umsatz und strebt bis 2027 ein Volumen von 5 Milliarden US-Dollar an. Zudem konnte Qualcomm wichtige Lizenzverträge mit Apple, Huawei und Transsion verlängern.

Arm Holdings verfehlt die Erwartungen beim Lizenzgeschäft

Auch Arm Holdings enttäuschte trotz solider Zahlen. Zwar lagen Umsatz und Gewinn über den Analystenprognosen, doch das Lizenzgeschäft (Royalty Revenue) stieg lediglich um 8 Prozent auf 670 Millionen US-Dollar. Das blieb unter den Prognosen und dämpfte die Euphorie der Investoren. Die Aktie gab daraufhin um etwa 3 Prozent nach.

Die schwachen US-Vorgaben verschärften die Sorgen der Anleger hinsichtlich der Rentabilität massiv steigender Investitionen in die KI-Infrastruktur. Es wächst die Skepsis, ob sich die hohen Ausgaben für Rechenzentren in nachhaltige Renditen übersetzen lassen. Hinzu kommt, dass politische Unsicherheiten regulatorische Hürden für neue Projekte schaffen könnten.

In Südkorea und Japan brechen die Chipwerte zweistellig ein

In Asien reagierten die Märkte empfindlich auf die US-Vorgaben. In Südkorea fielen Samsung Electronics um 5,7 Prozent, während SK Hynix um 7,4 Prozent einbrach. In Japan traf es vor allem die Ausrüster: Advantest verlor über 11 Prozent, Lasertec Corp sank um 12,5 Prozent. Der Speicherchip-Hersteller Kioxia Holdings verzeichnete ein Minus von 9,2 Prozent, was auch durch eine enttäuschende Prognose des Unternehmens verstärkt wurde.

Die Kursverluste zeigen, wie sensibel der Halbleitersektor auf Signale aus den USA reagiert. Während Qualcomm und Arm mit ihren Ausblicken enttäuschten, hielten sich chinesische Chipwerte dank staatlicher Unterstützung besser. Für Anleger bleibt die zentrale Frage, ob die hohen Investitionen in die KI-Infrastruktur tatsächlich die erhofften Erträge liefern.

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