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Okta steigt nachbörslich nach Aufnahme in den S&P 500

Der Cybersicherheitskonzern ersetzt Kenvue im Leitindex, während Glaukos, McGrath und Loar in andere S&P-Indizes verschoben werden.

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Okta steigt nachbörslich nach Aufnahme in den S&P 500

Die Aktien von Okta Inc (NASDAQ:OKTA) legten im Nachbörsehandel am Freitag um 2,1 Prozent zu. Zuvor hatte S&P Dow Jones Indices den Anbieter für Identitäts- und Zugriffsmanagement in den Leitindex S&P 500 aufgenommen. Der Erholungsschub nach Börsenschluss half dem Cybersicherheitsunternehmen, die deutlichen Verluste im regulären Handel zu verkraften.

Denn tagsüber war die Aktie im Zuge eines weit verbreiteten Ausverkaufs bei Technologieaktien bereits spürbar eingebrochen. Die Aufnahme in den wichtigsten US-Index wirkt damit als kurzfristiger Gegentrend für das Papier. Die Umstellung wird vor der Eröffnung am Mittwoch, den 4. November, wirksam.

Okta ersetzt Kenvue, das vor der Übernahme durch Kimberly-Clark steht

Im Zuge der Neuzuordnung verdrängt Okta den Konsumgiganten Kenvue Inc (NYSE:KVUE) aus dem S&P 500. Die Umstellung erfolgt, während sich Kenvue auf eine Übernahme durch den ebenfalls im S&P 500 notierten Konkurrenten Kimberly-Clark Corp (NASDAQ:KMB) vorbereitet. Diese Transaktion hängt noch von der Erfüllung letzter Auflagen ab.

Für deutsche Anleger ist der Vorgang ein Beispiel dafür, wie stark Indexzugehörigkeiten die Kursentwicklung einzelner US-Titel kurzfristig beeinflussen können. Wer in S&P-500-ETFs investiert ist, hält künftig automatisch Okta-Anteile statt Kenvue-Papiere.

Die Aufnahme gilt als institutioneller Meilenstein

Für Okta stellt die Aufnahme in den Leitindex einen wichtigen institutionellen Meilenstein dar. Das Unternehmen betreibt eine cloudbasierte Zugangskontrollplattform, die als entscheidender digitaler Torwächter für Unternehmenssoftware-Ökosysteme fungiert. Solche Identitäts- und Zugriffsmanagementsysteme kontrollieren, welche Mitarbeiter, Partner und Systeme auf welche Anwendungen zugreifen dürfen.

Die Aufnahme dient in der Regel als kurzfristiger Liquiditätskatalysator. Der Grund: Passive Indexfonds und börsengehandelte Portfolios (ETFs), die an den S&P 500 gebunden sind, müssen Anteile erwerben, um das Gewicht des Index abzubilden. Diese Zwangskäufe können den Kurs eines neu aufgenommenen Unternehmens rund um den Stichtag stützen.

Die Indexumbildung löst eine Kettenreaktion bei kleineren Indizes aus

Die Umbildung beschränkt sich nicht auf den Leitindex, sondern zieht weitere inländische Aktienindizes nach sich. Das auf ophthalmische Medizintechnik spezialisierte Unternehmen Glaukos Corp (NYSE:GKOS) rückte vom S&P SmallCap 600 in den S&P MidCap 400 nach, um dort den Platz von Okta zu übernehmen.

Im Gegenzug übernimmt der Ausrüstungsvermieter McGrath RentCorp (NASDAQ:MGRC) den freien Platz von Glaukos im SmallCap 600. Die McGrath-Aktien stiegen im späten Handel entsprechend zu. Unabhängig davon legte der Luft- und Raumfahrtzulieferer Loar Holdings LLC (NYSE:LOAR) nach Börsenschluss zu, nachdem er in den S&P SmallCap 600 aufgenommen wurde.

Loar ersetzt dort die Datenbereitstellungsfirma Liveramp Holdings Inc (NYSE:RAMP). Liveramp wird von der Werbeholding Publicis Groupe SA übernommen; die Transaktion soll in Kürze abgeschlossen werden. Damit zeigt sich, wie Übernahmen und Indexanpassungen bei den US-Indizes regelmäßig ineinandergreifen und Kapitalströme zwischen den einzelnen Marktsegmenten verschieben.

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