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Yen nahe 18-Monats-Tief: Asiatische Währungen unter Druck

Der japanische Yen verharrt nahe einem 18-Monats-Tief, während Sorgen um vorgezogene Neuwahlen die Märkte belasten. Der südkoreanische Won gibt Gewinne wieder ab, trotz verbaler Unterstützung aus den USA.

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Yen nahe 18-Monats-Tief: Asiatische Währungen unter Druck

Die asiatischen Währungsmärkte zeigten sich am Donnerstag weitgehend stabil, doch unter der Oberfläche brodelt es. Der japanische Yen kämpft weiterhin mit erheblichem Abwertungsdruck und notiert nahe seinem schwächsten Stand seit anderthalb Jahren. Der US-Dollar-Index hielt sich derweil stabil auf Einmonatshochs.

Japanischer Yen unter politischem Druck

Das Währungspaar USD/JPY legte am Donnerstag um 0,1 Prozent zu und verharrte damit in der Nähe seiner 18-Monats-Hochs. Die Schwäche der japanischen Währung ist vor allem auf politische Unsicherheit zurückzuführen: Spekulationen über vorgezogene Neuwahlen im Februar unter Premierministerin Sanae Takaichi belasten den Yen massiv.

Investoren fürchten, dass eine von Takaichi geführte Regierung eine expansive Fiskalpolitik verfolgen und höhere Staatsausgaben durchsetzen würde. Dies könnte die Fähigkeit der Bank of Japan (BoJ) zur Normalisierung der Geldpolitik einschränken und die Renditedifferenzen zu den USA weiter ausweiten. Japanische Beamte warnten bereits vor übermäßigen Währungsschwankungen, doch die Marktstimmung bleibt fragil.

Südkoreanischer Won gibt Gewinne wieder ab

Der südkoreanische Won setzte seine Verluste fort, nachdem er in acht der letzten neun Handelssitzungen nachgegeben hatte. Das Währungspaar USD/KRW stieg um 0,7 Prozent, obwohl US-Finanzminister Scott Bessent dem Won zuvor seltene verbale Unterstützung gewährt hatte.

"Koreas beeindruckende Wirtschaftsleistung, insbesondere in Schlüsselindustrien, die Amerikas Wirtschaft unterstützen, macht es zu einem wichtigen Partner für uns in Asien", erklärte Bessent in einem Social-Media-Beitrag. Er betonte, dass die jüngste Abwertung des Won im Widerspruch zu den wirtschaftlichen Fundamentaldaten stehe.

Zusätzlich beließ die Bank of Korea (BoK) ihren Leitzins unverändert bei 2,5 Prozent und signalisierte damit das Ende ihres aktuellen Lockerungszyklus. Dies limitiert den Spielraum für weitere währungsstützende Maßnahmen.

Weitere asiatische Währungen zeigen sich verhalten

Der chinesische Yuan gab leicht nach, wobei das Onshore-Paar USD/CNY um 0,1 Prozent fiel. Die übrigen asiatischen Währungen zeigten sich weitgehend stabil: Der Singapur-Dollar legte minimal um 0,1 Prozent zu, während die indische Rupie und der australische Dollar kaum verändert notierten.

Investoren bewerteten auch Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der klarstellte, dass er trotz einer laufenden strafrechtlichen Untersuchung nicht vorhabe, Fed-Chef Jerome Powell zu entlassen. Diese Aussage beruhigte die Märkte hinsichtlich der Unabhängigkeit der US-Notenbank, doch die Händler bleiben vorsichtig angesichts der politischen Unsicherheit in Washington.

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