Won-Prognose 2026: BofA sieht Aufwertung trotz Kapitalabflüssen
Die Bank of America prognostiziert eine Erholung des koreanischen Won gegenüber dem US-Dollar bis Ende 2026. Trotz anhaltender Kapitalabflüsse durch Privatanleger erwartet die Bank einen Wechselkurs von 1.395 Won pro Dollar.

Die Bank of America (BofA) zeigt sich optimistisch für den koreanischen Won und prognostiziert für Ende 2026 einen Wechselkurs von 1.395 Won pro US-Dollar. Diese Einschätzung erfolgt trotz des aktuellen Abwärtsdrucks auf die südkoreanische Währung, der vor allem durch massive Kapitalabflüsse verursacht wird.
Kapitalabflüsse belasten den Won
Der Hauptgrund für die derzeitige Schwäche des Won liegt in den erheblichen Portfolioabflüssen koreanischer Privatanleger. Diese investieren verstärkt in ausländische Wertpapiere, insbesondere in US-Technologieaktien. Das US-Finanzministerium hat die Währungsschwäche bereits öffentlich zur Kenntnis genommen, was den politischen Druck auf Seoul erhöht.
Regierung reagiert mit Steueranreizen
Die koreanische Regierung hat am 23. Dezember 2025 eine Senkung der Kapitalertragssteuer auf den Verkauf ausländischer Aktien umgesetzt. Die BofA wertet dies als wichtigen Schritt, um die Kapitalströme zu beeinflussen. Die Bank empfiehlt weitere Steueranreize, um die Angebots- und Nachfragebedingungen auf dem koreanischen Devisenmarkt neu auszubalancieren.
US-Technologiesektor als Katalysator
Ein entscheidender Faktor für die Won-Prognose liegt in der starken Konzentration koreanischer Investoren auf US-Technologiewerte. Eine größere Korrektur in diesem Sektor könnte Rückführungsströme nach Korea auslösen und den Won deutlich stärken. Diese Repatriierung von Kapital würde die Nachfrage nach Won erhöhen und somit die Währung stützen.
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Zur AktienanalyseMaßnahmen noch unzureichend
Trotz der ergriffenen Maßnahmen sieht die BofA die aktuellen staatlichen Interventionen als unzureichend an, um den Rückgang des Won kurzfristig aufzuhalten. Die Bank erwartet jedoch, dass der politische Druck zur Stabilisierung der Währung weiter zunehmen wird, sollte die Schwäche anhalten. Zusätzliche Maßnahmen zur Steuerung der Kapitalströme dürften folgen.


