US-Finanzminister Bessent: Won-Schwäche nicht gerechtfertigt
Der koreanische Won legte nach Äußerungen von US-Finanzminister Scott Bessent um bis zu 1,15% zu. Bessent bezeichnete die jüngste Abwertung als nicht im Einklang mit Südkoreas starken Fundamentaldaten.

US-Finanzminister Scott Bessent hat sich erstmals zur Schwäche des südkoreanischen Won geäußert und damit eine deutliche Erholung der asiatischen Währung ausgelöst. Der Won gewann am Mittwoch bis zu 1,15% an Wert und stieg auf 1.462,0 pro Dollar, nachdem er zuvor zehn Handelstage in Folge verloren hatte.
Direkter Austausch mit Seoul
Bessent hatte sich zuvor mit dem südkoreanischen Finanzminister Koo Yun-cheol über die Währungsentwicklung ausgetauscht. In einer Erklärung des US-Finanzministeriums betonte Bessent, dass übermäßige Volatilität auf dem Devisenmarkt unerwünscht sei. Die jüngste Won-Schwäche stehe nicht im Einklang mit Südkoreas starker Wirtschaftsleistung, insbesondere in Schlüsselindustrien, die auch die amerikanische Wirtschaft unterstützen.
Südkorea als strategischer Partner
Bei dem Treffen am Montag diskutierten beide Minister auch über kritische Mineralien und Möglichkeiten zur Stärkung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen. Bessent bezeichnete Südkorea als wichtigen Partner für die Vereinigten Staaten in Asien. Die starke Wirtschaftsleistung des Landes rechtfertige die aktuelle Währungsschwäche nicht, so der US-Finanzminister auf der Social-Media-Plattform X.
Maßnahmen gegen Volatilität
Finanzminister Koo hatte bereits am selben Tag Schritte angekündigt, um die zunehmende Volatilität auf dem heimischen Währungsmarkt einzudämmen. Bei einem Diskussionsforum in Seoul zur Devisenpolitik kündigte er Maßnahmen an, um das Ungleichgewicht zwischen Dollar-Nachfrage und -Angebot zu beheben. Der Won hatte zuvor den schwächsten Stand seit dem 24. Dezember erreicht.
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Zur AktienanalyseHandelsabkommen als Basis
Hintergrund der engen Abstimmung ist ein im November geschlossenes Handelsabkommen zwischen Seoul und Washington. Das Abkommen sieht eine Senkung der US-Zölle auf südkoreanische Importe vor. Im Gegenzug verpflichtet sich Südkorea zu Investitionen in Höhe von 350 Milliarden Dollar in strategische US-Sektoren. Bessent betonte bei dem Treffen, dass die Umsetzung des Abkommens reibungslos verlaufen solle.


