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Won-Stabilität im Fokus: USA und Südkorea verhandeln über 350-Milliarden-Dollar-Investitionspaket

Die Stabilität des südkoreanischen Won rückt in den Mittelpunkt der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen mit den USA. US-Finanzminister Scott Bessent äußerte sich besorgt über die jüngste Währungsschwäche, die das geplante 350-Milliarden-Dollar-Investitions

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Won-Stabilität im Fokus: USA und Südkorea verhandeln über 350-Milliarden-Dollar-Investitionspaket

Die jüngsten Äußerungen von US-Finanzminister Scott Bessent zur Schwäche des südkoreanischen Won unterstreichen die strategische Bedeutung stabiler Wechselkurse für die amerikanisch-südkoreanische Wirtschaftskooperation. Der hochrangige südkoreanische Beamte Choi Ji-young, Vize-Finanzminister des Landes, betonte am Donnerstag, dass Währungsvolatilität den Fortschritt bei den zugesagten US-Investitionen in Höhe von 350 Milliarden Dollar erheblich behindern könnte.

Ungewöhnliche Intervention aus Washington

Bessent hatte am Mittwoch erklärt, er habe die jüngste Abwertung des Won mit dem südkoreanischen Finanzminister Koo Yun-cheol besprochen. Dabei stellte er fest, dass die Währung nicht im Einklang mit den wirtschaftlichen Fundamentaldaten Südkoreas stehe. "Die seltenen Kommentare des US-Finanzministeriums zum südkoreanischen Devisenmarkt spiegeln wider, dass ein stabiler Won-Trend ein wichtiger Faktor für die Umsetzung strategischer Investitionen ist", erklärte Choi auf einer Pressekonferenz.

Historisches Handelsabkommen mit Flexibilitätsklausel

Im November hatten Seoul und Washington nach monatelangen Verhandlungen ein wegweisendes Handelsabkommen geschlossen. Die USA senkten darin ihre Zölle auf Importe aus dem asiatischen Verbündeten, im Gegenzug verpflichtete sich Südkorea zu Investitionen von 350 Milliarden Dollar in strategischen US-Sektoren. Das Abkommen enthält jedoch eine bemerkenswerte Schutzklausel: Südkorea kann eine "Anpassung des Betrags und des Zeitpunkts der Finanzierung" beantragen, falls die Investitionen ungeordnete Bewegungen auf dem Devisenmarkt verursachen könnten.

Zentralbank reagiert auf Währungsdruck

Die Bank of Korea signalisierte am Donnerstag angesichts der Besorgnis über den schwachen Won das Ende ihres aktuellen Lockerungszyklus. Finanzminister Koo hatte bereits am Mittwoch versprochen, Maßnahmen gegen die zunehmende Volatilität auf dem Devisenmarkt zu ergreifen. Die Behörden erwägen nun die Einführung neuer makroprudentieller Maßnahmen, um die Diskrepanzen zwischen den Devisenmarktbedingungen und den makroökonomischen Fundamentaldaten zu verringern.

Politische Umsetzung steht noch aus

Zur Finanzierung des 350-Milliarden-Dollar-Investitionspakets hatte Südkoreas regierende Demokratische Partei im November einen Gesetzentwurf zur Einrichtung eines Sonderfonds eingebracht. Dieser wurde bislang jedoch noch nicht verabschiedet. Die Finanzbehörden beider Länder haben zugesichert, eng über die Stabilität des Devisenmarktes zu kommunizieren und zu kooperieren, wie Choi betonte.

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