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Sinopec kauft erneut russisches Öl ein

Nach Sanktionspause begrenzte Rückkehr mit weniger Lieferungen und unklarer Begründung

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 Sinopec kauft erneut russisches Öl ein

Sinopec, Asiens größter Raffineriekonzern, hat den Kauf von russischem Öl nach einer kurzen Unterbrechung im vergangenen Monat wieder aufgenommen. Laut Angaben von Handelsteilnehmern hatte Sinopec den Erwerb vorübergehend gestoppt, um die Risiken neuer Sanktionen der Vereinigten Staaten gegen russische Unternehmen zu bewerten. Die Einkäufe erfolgen über Unipec, die Handelsabteilung des staatlichen chinesischen Unternehmens, die nun russisches Far East ESPO Blend-Öl für die Beladung im Mai erworben hat. In den Monaten März und April war Unipec hingegen nicht im Handel mit ESPO-Ladungen aktiv.

Es blieb zunächst unklar, aus welchen Gründen Unipec die Käufe wieder aufgenommen hat. Eine Stellungnahme von Sinopec auf eine Anfrage von Reuters blieb aus. Nach Angaben der Quellen ist die Anzahl der von Unipec gekauften Ladungen deutlich geringer als vor der Verkündung der Sanktionen im Januar. Am 10. Januar hatte die damalige US-Regierung unter Präsident Biden strenge Sanktionen verhängt, die sich gegen russische Produzenten wie Gazprom Neft und Surgutneftegaz sowie gegen Versicherer und über 100 Schiffe richteten. Ziel war es, Moskaus Einnahmen aus dem Ölgeschäft zu verringern.

Die Sanktionen führten dazu, dass die russischen Ölexporte nach China und Indien zurückgingen. Gleichzeitig setzten chinesische Staatsunternehmen wie Sinopec und Zhenhua Oil ihre Käufe von russischem Öl aus, wie Reuters im vergangenen Monat berichtete. Die ESPO Blend-Ölladungen, die im Mai verladen werden sollen, wurden laut Händlern zu einem Aufschlag von etwa zwei US-Dollar pro Barrel gegenüber dem ICE-Brent-Referenzpreis auf Lieferbasis nach China gehandelt.

Die Entwicklungen rund um den Ölhandel stehen im Zusammenhang mit den anhaltenden Bemühungen der Vereinigten Staaten, den Energieexport Russlands durch wirtschaftliche Maßnahmen einzuschränken. Trotz der erneuten Käufe bleibt die Aktivität von Unipec im Vergleich zu der Zeit vor den Sanktionen deutlich reduziert. Derzeit liegen keine weiteren Details über das künftige Kaufverhalten von Sinopec oder mögliche Reaktionen auf weitere geopolitische Veränderungen vor.

SinopecRusslandÖl

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