McDonald's-Aktie springt über 6 Prozent: Wertmenüs beleben das US-Geschäft
Der Fast-Food-Riese übertrifft mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 3,57 Dollar die Erwartungen und erhöht die Dividende zum 50. Mal in Folge.

Die Aktie von McDonald's (MCD) ist am Mittwoch um mehr als 6 Prozent gestiegen, nachdem der Gewinn des Restaurantriesen die Erwartungen der Anleger übertroffen hatte. Der Kurs legte um 6,53 Prozent zu. Auslöser war das Zahlenwerk für das dritte Quartal, das der Konzern vorgelegt hat.
Im Mittelpunkt steht die auf Wert ausgerichtete Strategie des Unternehmens. Die weltweiten Systemumsätze von McDonald's stiegen im dritten Quartal um 4 Prozent auf über 38 Milliarden Dollar. Getragen wurde dieses Wachstum durch neue Eröffnungen und höhere Umsätze an bestehenden Standorten.
Die weltweiten vergleichbaren Umsätze, die den Umsatz in mindestens dreizehn Monaten geöffneten Restaurants messen, wuchsen um 1,5 Prozent. Begünstigt wurde diese Entwicklung durch das Wachstum in internationalen Märkten. In den USA lagen die Verkäufe jedoch leicht unter dem Vorjahreswert, mit einem Rückgang von 0,2 Prozent.
Die US-Verkäufe verbesserten sich im Verlauf des Quartals deutlich
McDonald's hat es wie viele andere Restaurantketten in den USA mit einer verlangsamenden Kundenzahl zu tun. Einkommensschwache Verbraucher essen seltener außerhalb ihres Hauses. Als Reaktion auf diesen Trend modernisiert McDonald's sein Angebot im preiswerten Segment. Die Strategie scheint aufzugehen.
"In den USA verbesserte sich die Leistung im Laufe des Quartals, wobei die vergleichbaren Verkäufe im September positiv ausfielen, nach einem leicht negativen Ergebnis im Juli und August", sagte CEO Chris Kempczinski während eines Telefonkonferenzgesprächs mit Analysten. Damit deutet sich eine Trendwende im wichtigsten Markt an, nachdem die Monate Juli und August noch leicht negativ ausgefallen waren.
Der bereinigte Gewinn je Aktie übertrifft die Schätzungen der Wall Street
Auch bei der Profitabilität konnte McDonald's überzeugen. Insgesamt stieg das bereinigte operative Einkommen um 8 Prozent. Das bereinigte Ergebnis je Aktie sprang um 11 Prozent auf 3,57 Dollar. Dies lag deutlich über den Schätzungen der Wall Street von 3,38 Dollar.
Diese gestärkte Profitabilität ermöglichte es dem Unternehmen, seine vierteljährliche Barauszahlung an Investoren um 4 Prozent auf 1,93 Dollar pro Aktie zu erhöhen. McDonald's hat seine Dividende nun bemerkenswerterweise 50 Jahre lang in Folge erhöht. Für Anleger, die auf regelmäßige Ausschüttungen setzen, ist das ein wichtiges Signal.
Bereits im Februar 2026 berichtete aktien.news über eine erfolgreiche Rabattstrategie
Die aktuelle Entwicklung ist Teil einer längeren Geschichte. Bereits am 12.02.2026 berichtete aktien.news, dass McDonald's mit seiner mehrjährigen Strategie zur Preissenkung einen bedeutenden Erfolg erzielt hatte. Damals meldete das Unternehmen für das vierte Quartal 2024 einen Anstieg des weltweiten flächenbereinigten Umsatzes um 5,7 Prozent und übertraf damit die Erwartungen der Analysten deutlich. Die Zahlen für die drei Monate bis zum 31. Dezember zeigten, dass McDonald's Bemühungen um mehr Erschwinglichkeit bei den Verbrauchern ankommen. Auch der Gesamtumsatz lag über den Prognosen der Wall Street. CEO Chris Kempczinski betonte in einer Telefonkonferenz mit Investoren die Bedeutung dieser Entwicklung.
Der Weg war jedoch nicht geradlinig. Am 05.08.2026 berichtete aktien.news, dass McDonald's im zweiten Quartal sein schwächstes Umsatzwachstum in den USA seit über einem Jahr verzeichnet hatte. Die Rabatt-Strategie des Konzerns – darunter ein "3-Dollar-and-under"-Menü sowie 5-Dollar-Kombi-Angebote – zeigte bei preisbewussten Kunden kaum Wirkung. Insgesamt ging die Zahl der US-Kunden zurück. Kempczinski räumte die Schwäche offen ein: "Wir haben im zweiten Quartal schlichtweg nicht auf dem erforderlichen Niveau agiert", erklärte er. Das Unternehmen müsse "die Messlatte in den USA höher legen und die Performance in unserem größten Markt beschleunigen". Führungskräfte des Konzerns gaben zu, man habe zu viele Sparangebote gleichzeitig umgesetzt.
Am 27.09.2026 berichtete aktien.news, dass die Aktie von McDonald's nach Einschätzung des US-Finanzportals The Motley Fool bei 341 US-Dollar pro Aktie womöglich ihren Höhepunkt erreicht haben könnte. Als Belastungsfaktoren nannte die Quelle das schwache Wachstum der vergleichbaren Umsätze, den wachsenden Druck auf die Franchisenehmer und die hartnäckige Inflation. Im Mittelpunkt stand ein grundlegendes Spannungsfeld: McDonald's versteht sich seit jeher als Anbieter erschwinglicher Mahlzeiten – und genau diese Identität begrenzt den Spielraum für Preiserhöhungen. Die Wachstumsraten der vergleichbaren Umsätze bleiben hinter der Inflationsrate zurück.
Am 23.09.2026 berichtete aktien.news über weitreichende Pläne zur Neubelebung des Geschäfts. Der Fast-Food-Riese will die operativen Margen deutlich steigern, ein neues mehrjähriges Mitarbeiterschulungsprogramm auflegen und Milliardenbeträge für die Ausstattung von Franchisenehmern sowie Technologie-Upgrades ausgeben. Die Ankündigungen erfolgten im Vorfeld einer Investorenpräsentation, die um 9:30 Uhr Eastern Time (ET) vom Hauptsitz in Chicago aus startete. Die Maßnahmen sind Teil der neuen Wachstumsstrategie "McDonald's > NEXT", die das Unternehmen bereits im Juni vorgestellt hatte.
Für deutsche Anleger steht die Erholung im wichtigsten Markt im Fokus
Für deutsche Privatanleger ist die McDonald's-Aktie vor allem wegen ihrer Rolle als Dividendenwert interessant. Die 50-jährige Serie von Dividendenerhöhungen in Folge ist ein seltenes Qualitätsmerkmal. Der jüngste Anstieg der vierteljährlichen Barauszahlung um 4 Prozent auf 1,93 Dollar pro Aktie unterstreicht diese Position.
Gleichzeitig bleibt die Entwicklung in den USA der entscheidende Faktor. Der Rückgang der US-Verkäufe um 0,2 Prozent zeigt, dass die Erholung noch nicht abgeschlossen ist. Positiv ist, dass sich die vergleichbaren Verkäufe im September nach einem leicht negativen Ergebnis im Juli und August positiv entwickelten. Ob sich dieser Trend fortsetzt, hängt davon ab, wie die preisbewussten Kunden auf das modernisierte Wertangebot reagieren.
Ein weiterer Aspekt ist die Profitabilität. Das bereinigte operative Einkommen stieg um 8 Prozent, das bereinigte Ergebnis je Aktie um 11 Prozent auf 3,57 Dollar. Diese Werte lagen über den Schätzungen der Wall Street von 3,38 Dollar. Die gestärkte Profitabilität ist die Grundlage für die höhere Ausschüttung an die Aktionäre.
Die Umsetzung von "McDonald's > NEXT" und die nächsten Quartalszahlen bleiben entscheidend
Der Ausblick bleibt an konkrete Punkte gebunden. Im Quelltext werden keine neuen Prognosen für das kommende Quartal genannt. Beobachtenswert ist, ob sich die im September positive Entwicklung der vergleichbaren US-Verkäufe im weiteren Jahresverlauf bestätigt.
Zudem läuft die Umsetzung der Wachstumsstrategie "McDonald's > NEXT" weiter. Dazu gehören ein neues Restaurantdesign, besser schmeckende Speisen und Getränke sowie die geplanten Investitionen in die Ausstattung von Franchisenehmern und Technologie-Upgrades. Die angekündigte Investorenpräsentation vom Hauptsitz in Chicago lieferte den Rahmen für diese Pläne.
Für Anleger bleibt die zentrale Frage, ob McDonald's die Balance zwischen Erschwinglichkeit und Profitabilität dauerhaft halten kann. Die jüngsten Quartalszahlen liefern dafür erste positive Signale, ohne die bestehenden Herausforderungen aufzulösen.
Diese drei Fachbegriffe helfen beim Verständnis der Quartalszahlen
- Vergleichbare Umsätze: Kennzahl für den Umsatz von Restaurants, die mindestens dreizehn Monate geöffnet sind, und damit ein Maß für das Wachstum bestehender Standorte.
- Bereinigtes Ergebnis je Aktie: Gewinn pro Aktie, der um Sonderfaktoren bereinigt wird, um die operative Ertragskraft vergleichbar zu machen.
- Systemumsätze: Gesamtumsatz aller Restaurants eines Franchise-Systems, einschließlich der von Franchisenehmern betriebenen Standorte.
