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Eutelsat steigert Umsatz um 60 Prozent im Kampf gegen Starlink

Französischer Satellitenbetreiber profitiert von OneWeb-Geschäft und reduziert operative Verluste deutlich.

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Eutelsat steigert Umsatz um 60 Prozent im Kampf gegen Starlink

Der französische Satellitenbetreiber Eutelsat hat im ersten Halbjahr seines Geschäftsjahres einen Umsatz von 592 Millionen Euro erzielt und damit die Analystenschätzungen von 581 Millionen Euro übertroffen. Zugleich konnte das Unternehmen seinen operativen Verlust um beeindruckende 85 Prozent senken. Die Nettoverschuldung wurde um mehr als die Hälfte reduziert, nachdem der französische Staat als größter Aktionär im vergangenen Jahr eine Kapitalspritze von 1,5 Milliarden Euro bereitgestellt hatte.

Die Rettungsaktion war notwendig geworden, da das traditionelle Videogeschäft rückläufig war und steigende Kreditkosten die Bilanz belasteten. Frankreich sieht in Eutelsat den einzigen ernstzunehmenden europäischen Konkurrenten für Elon Musks Starlink-Netzwerk. Als Eigentümer von OneWeb verfügt das Unternehmen über das einzige weitere aktive Satellitennetzwerk in niedriger Erdumlaufbahn außerhalb von Starlink.

OneWeb als strategischer Wachstumstreiber

Die Übernahme von OneWeb im Jahr 2023 erweist sich zunehmend als strategischer Erfolg. Der Umsatz des Tochterunternehmens stieg um fast 60 Prozent und macht mittlerweile rund ein Fünftel des Konzernumsatzes aus. Die OneWeb-Satelliten werden vor allem von Regierungen und militärischen Einrichtungen genutzt und haben sich zu strategischen Vermögenswerten für die nationale Sicherheit entwickelt. Damit kompensiert Eutelsat teilweise den anhaltenden Rückgang im traditionellen Rundfunkgeschäft.

Allerdings stehen hohe Investitionen bevor: Die alternden OneWeb-Satelliten müssen ersetzt werden. Hierfür hat sich Eutelsat einen staatlich garantierten Kredit über eine Milliarde Euro gesichert, um 340 neue Satelliten von Airbus zu erwerben. Gleichzeitig stornierte das Unternehmen einen Satellitenauftrag bei Thales Alenia Space und senkte damit die erwarteten Investitionsausgaben für das Gesamtjahr auf rund 900 Millionen Euro.

Refinanzierung nach Rating-Verbesserung

Die Kapitalerhöhung des vergangenen Jahres führte zu Heraufstufungen durch Ratingagenturen. Eutelsat plant nun, mit der Refinanzierung seiner Anleihen fortzufahren und die Finanzstruktur weiter zu optimieren. Trotz der positiven Entwicklung bleibt das Unternehmen defizitär, zeigt aber deutliche Fortschritte auf dem Weg zur Profitabilität im hart umkämpften Satellitenmarkt.

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