IRIS2: Eutelsat-Chef verspricht wettbewerbsfähige Alternative zu Starlink
Europäisches Satellitenprojekt soll ab 2029 mit SpaceX und Amazon konkurrieren können

Der europäische Satellitenkonzern Eutelsat will mit dem EU-Projekt IRIS2 eine echte Alternative zu Elon Musks Starlink schaffen. CEO Jean-François Fallacher versicherte, dass das mit 10,6 Milliarden Euro ausgestattete Programm wettbewerbsfähige Dienste zu marktgerechten Preisen bieten werde. Die Erwartungen der Kunden seien klar: Leistung und Kosten müssten mit den amerikanischen Konkurrenten mithalten können.
Führungskräfte von Orange und der Deutschen Telekom, beide Subunternehmer im IRIS2-Konsortium, hatten im Januar auf einer Branchenveranstaltung deutliche Worte gewählt. Das europäische System müsse technisch und preislich mit Starlink und Amazons geplantem Low-Earth-Orbit-Netzwerk konkurrieren können. Beide Telekommunikationsriesen bekräftigten gegenüber Reuters ihre volle Unterstützung für das Projekt, dessen Betriebsstart für etwa 2029 vorgesehen ist.
Orange betonte dabei die Notwendigkeit, eine Fragmentierung in Europa zu vermeiden und die Kräfte hinter einer einzigen Lösung zu bündeln. Die Deutsche Telekom verwies darauf, dass Kunden letztlich auf Basis von drei Kriterien entscheiden würden: Leistung, Sicherheit und Kosten. IRIS2 werde entwickelt, um genau diese Erwartungen zu erfüllen.
Herausforderung durch technologischen Rückstand
Eutelsat steht vor einer besonderen Herausforderung. Die derzeit im Einsatz befindliche OneWeb-Flotte mit 600 Satelliten basiert auf Technologie, die vor einem Jahrzehnt entwickelt wurde. Trotz eines frühen Vorsprungs bei der Versorgung der Polarregionen hinkt das System den US-Konkurrenten technologisch hinterher.
Starlink betreibt bereits ein Netzwerk von über 9.000 Satelliten, während Amazon seine Pläne zur Stationierung tausender moderner Satelliten vorantreibt. Fallacher kündigte an, die OneWeb-Satelliten der nächsten Generation zusammen mit IRIS2 nach 2030 zu starten. Diese sollen weitaus fortschrittlicher sein als das aktuelle Netzwerk.
Investition in die digitale Souveränität Europas
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Zur AktienanalyseDas IRIS2-Budget von 10,6 Milliarden Euro bezeichnete Fallacher als erheblich, aber angemessen für ein System dieser Größenordnung. Die Investition ist Teil der EU-Strategie, digitale Souveränität und sichere Kommunikationsinfrastruktur in Europa aufzubauen. Das Projekt soll nicht nur kommerzielle Dienste bieten, sondern auch staatliche und militärische Kommunikation absichern.
Die Erwartungen an IRIS2 sind hoch: Europa will technologisch aufholen und gleichzeitig eine Alternative zu den dominierenden amerikanischen Anbietern schaffen. Ob das gelingt, wird sich ab 2029 zeigen, wenn das System in Betrieb gehen soll.


