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Blue Owl-Gründer entfernen Aktien als Kreditsicherheiten nach Kurseinbruch

Die Co-CEOs von Blue Owl Capital beseitigen einen zentralen Belastungsfaktor für die Aktie, die 2025 fast 40% verloren hat.

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Blue Owl-Gründer entfernen Aktien als Kreditsicherheiten nach Kurseinbruch

Die Gründer und Co-CEOs von Blue Owl Capital, Doug Ostrover und Marc Lipschultz, haben die Bedingungen für persönliche Darlehen angepasst, die sie gegen ihre Unternehmensanteile aufgenommen hatten. Wie aus einer am Freitag veröffentlichten Börsenmitteilung hervorgeht, haben beide Manager ihre Blue-Owl-Aktien als Sicherheiten für diese Kredite entfernt. Die Mitteilung bestätigte damit einen früheren Bericht des Wall Street Journal.

Der Schritt beseitigt einen wesentlichen Belastungsfaktor für die Aktie des Vermögensverwalters. Anleger hatten befürchtet, dass der fallende Kurs zu sogenannten Margin Calls führen könnte – also zu Nachschussforderungen der Kreditgeber, die bei sinkenden Sicherheitenwerten zusätzliche Einlagen oder den Verkauf der verpfändeten Aktien verlangen können. Ein solches Szenario hätte den Abwärtsdruck auf die Aktie weiter verstärkt.

Aktie reagiert positiv auf die Nachricht

Die Blue-Owl-Aktie schloss am Freitag rund 2% im Plus bei knapp unter 10 US-Dollar pro Stück. Der Kursanstieg folgte unmittelbar auf den Bericht des Wall Street Journal. In diesem Jahr hat das Papier angesichts allgemeiner Anlegersorgen rund um den Markt für Private Credit – also privat vergebene Unternehmenskredite außerhalb des klassischen Bankensystems – bereits fast 40% an Wert verloren.

Laut einer Mitteilung von Anfang des Jahres hatte Ostrover rund 43 Millionen Aktien verpfändet, Lipschultz rund 33 Millionen Aktien. Damit handelte es sich um erhebliche Aktienpakete, deren mögliche Zwangsliquidierung bei einem weiteren Kursrückgang die Märkte beunruhigt hatte. Wie hoch die tatsächlich in Anspruch genommenen Kreditbeträge waren, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

Hintergrund: Private Credit im Fokus der Anleger

Blue Owl Capital ist einer der führenden Anbieter im Bereich Private Credit – einem Marktsegment, das in den vergangenen Jahren stark gewachsen ist und in dem Unternehmen außerhalb des traditionellen Bankensystems Kredite vergeben. Zuletzt ist die Skepsis der Investoren gegenüber diesem Sektor jedoch gewachsen, was den Aktienkurs von Blue Owl erheblich unter Druck gesetzt hat.

Die Praxis, eigene Unternehmensanteile als Sicherheit für persönliche Darlehen zu nutzen, ist an der Wall Street unter Führungskräften verbreitet, birgt jedoch Risiken. Fällt der Aktienkurs unter bestimmte Schwellenwerte, können Kreditgeber Nachschussforderungen stellen oder die Zwangsverwertung der Sicherheiten einleiten. Genau dieses Risiko hatte bei Blue-Owl-Investoren für Nervosität gesorgt.

Mit der Anpassung der Kreditbedingungen haben Ostrover und Lipschultz nun eine konkrete Unsicherheitsquelle aus dem Markt genommen. Ob dies ausreicht, um das Vertrauen der Anleger in Blue Owl Capital nachhaltig wiederherzustellen, bleibt angesichts der anhaltenden Skepsis gegenüber dem Private-Credit-Sektor abzuwarten.

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