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Blackstone-Beteiligung Liftoff stellt Antrag auf US-Börsengang

Das KI-gestützte App-Marketing-Unternehmen Liftoff strebt erneut an die Nasdaq – nach einem gescheiterten Versuch im Februar.

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Blackstone-Beteiligung Liftoff stellt Antrag auf US-Börsengang

Das Marketingunternehmen für mobile Apps Liftoff hat am Freitag offiziell einen Antrag auf einen Börsengang in den USA gestellt. Das von der Beteiligungsgesellschaft Blackstone unterstützte Unternehmen aus Redwood City, Kalifornien, will unter dem Tickersymbol „LFTO" an der Nasdaq notiert werden. Als gemeinsame Konsortialführer fungieren Goldman Sachs, Jefferies und Morgan Stanley.

Der Schritt kommt nicht überraschend: Liftoff hatte bereits im Februar einen vertraulichen IPO-Antrag eingereicht, diesen jedoch wieder zurückgezogen. Marktvolatilität und ein Ausverkauf bei Softwareaktien hatten den Appetit der Anleger auf Neuemissionen damals erheblich gedämpft. Mitverantwortlich für den Stimmungseinbruch war die Sorge, dass rasant fortschreitende Werkzeuge der generativen KI traditionelle Software-Geschäftsmodelle grundlegend stören könnten.

Bewertung und frühere Ambitionen

Bei seinem früheren Angebot hatte Liftoff angestrebt, bis zu 762 Millionen US-Dollar bei einer Bewertung von rund 5,17 Milliarden US-Dollar einzusammeln. Ob diese Zielmarken beim aktuellen Anlauf erneut angepeilt werden, ist aus dem Antrag noch nicht hervorgegangen. Der Zeitpunkt des neuen Vorstoßes ist jedoch bewusst gewählt.

„Mit der jetzigen Einreichung sieht es so aus, als wolle Liftoff die Wiederöffnung des IPO-Fensters während dieser Deeskalationsphase im Iran-Krieg nutzen", sagte Lukas Mühlbauer, Research Associate bei IPOX. Die jüngste Erholung bei Software- und Technologieaktien sowie Gewinne bei sektorfokussierten Exchange Traded Funds (ETFs) hätten die Emittenten ebenfalls ermutigt. Einige Anleger betrachteten den Sektor als überverkauft und zunehmend attraktiv für Neuemissionen, so Mühlbauer weiter.

Unternehmensgeschichte und Geschäftsmodell

Liftoff entstand, nachdem Blackstone seine Portfoliounternehmen Liftoff und Vungle im Jahr 2021 zusammengeführt hatte. Die Beteiligungsgesellschaft verkaufte später eine Minderheitsbeteiligung an General Atlantic, behielt jedoch die Mehrheitsbeteiligung am Unternehmen. Das Unternehmen bietet eine KI-gestützte Plattform an, die Entwicklern mobiler Apps dabei hilft, Nutzer zu gewinnen und ihre Anwendungen zu monetarisieren. Weltweit erreicht Liftoff nach eigenen Angaben rund 1,4 Milliarden täglich aktive Nutzer.

Finanziell zeigt das Unternehmen eine klare Wachstumstrajektorie, kämpft aber noch mit roten Zahlen. Für das am 31. Dezember 2024 endende Geschäftsjahr meldete Liftoff einen Nettoverlust von 23,1 Millionen US-Dollar bei einem Umsatz von 685,7 Millionen US-Dollar. Im Vorjahr hatte der Verlust noch 48,2 Millionen US-Dollar betragen, bei einem Umsatz von 519,3 Millionen US-Dollar. Der Umsatz stieg damit um rund 32 Prozent, während sich der Verlust nahezu halbierte – ein Trend, der Investoren durchaus ansprechen dürfte.

IPO-Markt erholt sich

Der Börsengang von Liftoff fügt sich in ein breiteres Bild einer sich erholenden Neuemissionslandschaft ein. Die Zunahme der Börsengänge erfolgt vor dem Hintergrund nachlassender geopolitischer Spannungen, die den globalen Risikoappetit erhöhen. Da die Aktienmärkte kräftig zulegen und Leitindizes Rekordhöhen erreichen, kehren Anleger an die Primärmärkte zurück und unterstützen neue Technologie-Börsengänge. Für deutsche Privatanleger, die in US-Technologiewerte investieren möchten, könnte Liftoff nach dem Börsengang über die Nasdaq zugänglich sein.

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