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Wall-Street-Veteran sieht S&P 500 und Gold bei 10.000

Yardeni Research prognostiziert bis Ende des Jahrzehnts ein „doppeltes 10.000er-Szenario" für Aktien und Gold.

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Wall-Street-Veteran sieht S&P 500 und Gold bei 10.000

Ed Yardeni, Gründer und Präsident der renommierten Finanzanalyse-Gruppe Yardeni Research, hat eine aufsehenerregende Prognose für das Ende des Jahrzehnts veröffentlicht. Demnach könnten sowohl der S&P 500 als auch der Goldpreis die Marke von 10.000 erreichen – der US-Leitindex bei 10.000 Punkten, Gold bei 10.000 US-Dollar je Unze. Dieses sogenannte „doppelte 10.000er-Szenario" sorgt unter Anlegern für Gesprächsstoff.

In einer Mitteilung an seine Kunden vom Donnerstag erläuterte Yardeni die Grundlage seiner langfristig optimistischen Haltung gegenüber Gold. „Unsere langfristig optimistische Haltung gegenüber Gold beruht auf der Vorstellung, dass der S&P 500 bis zum Ende des Jahrzehnts auf 10.000 Punkte steigen könnte", schrieb der Wall-Street-Veteran. Er ergänzte, dass Anleger auf diesem Weg Umschichtungen in andere Vermögenswerte vornehmen werden – einschließlich Gold.

Was steckt hinter der Prognose?

Die Logik hinter Yardenis Szenario ist bemerkenswert: Nicht trotz, sondern wegen eines starken Aktienmarktes soll Gold zulegen. Der Gedanke dahinter ist, dass ein steigender S&P 500 Anleger dazu veranlasst, Gewinne zu realisieren und in alternative Vermögenswerte wie Gold umzuschichten. Gold würde demnach als Diversifikationsinstrument und Absicherung von einem boomenden Aktienmarkt profitieren.

Für deutsche Privatanleger ist diese Einschätzung besonders relevant, da Gold traditionell eine wichtige Rolle in deutschen Anlageportfolios spielt. Deutschland gilt als eine der goldaffinsten Nationen weltweit – sowohl bei privaten Käufern als auch bei der Bundesbank als einer der größten Goldhalter unter den Zentralbanken. Eine mögliche Verdoppelung oder Vervielfachung des Goldpreises bis 2030 würde erhebliche Auswirkungen auf Goldbestände, Goldminenaktien und entsprechende ETFs haben.

Gold-Rally und geopolitische Einflüsse

Yardeni Research weist zudem darauf hin, dass sich die Gold-Rally auch nach dem Ende des Iran-Konflikts fortsetzen dürfte. Dies unterstreicht, dass die bullische Einschätzung für Gold nicht allein auf kurzfristigen geopolitischen Faktoren basiert, sondern auf einer strukturellen, langfristigen Perspektive.

Der S&P 500 müsste ausgehend von seinem aktuellen Niveau noch erheblich zulegen, um die 10.000-Punkte-Marke zu erreichen. Gleiches gilt für Gold, das zuletzt zwar deutlich gestiegen ist, aber ebenfalls noch weit von der 10.000-Dollar-Marke entfernt notiert. Yardenis Prognose ist damit klar als langfristige Einschätzung zu verstehen – mit einem Zeithorizont bis zum Ende dieses Jahrzehnts, also bis etwa 2030.

Für Anleger bedeutet dieses Szenario, dass eine breite Diversifikation über Aktien und Edelmetalle hinweg langfristig lohnenswert sein könnte. Yardeni Research gehört zu den bekanntesten unabhängigen Finanzanalyse-Häusern der Wall Street, und Ed Yardeni selbst gilt als einer der erfahrensten Marktbeobachter der USA. Seine Einschätzungen werden von institutionellen wie privaten Investoren weltweit aufmerksam verfolgt.

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