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Gold unter Druck: UBS sieht Erholung bei nachlassenden Fed-Sorgen

Nach einem Verlust von über 16% seit den Angriffen auf den Iran bleibt UBS für Gold mittelfristig optimistisch.

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Gold unter Druck: UBS sieht Erholung bei nachlassenden Fed-Sorgen

Gold hat seit den Angriffen der USA und Israels auf den Iran Ende Februar mehr als 16% an Wert verloren. Dennoch sieht die Schweizer Großbank UBS Potenzial für eine Erholung des Edelmetalls – sobald die Sorgen über eine straffere Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve nachlassen. Für deutsche Privatanleger, die Gold als Absicherung im Portfolio halten, ist diese Einschätzung besonders relevant.

Laut UBS steht Gold vor allem deshalb unter Druck, weil „Befürchtungen bestehen, dass hohe Energiepreise zu einer strafferen Geldpolitik der Federal Reserve und anderer Zentralbanken führen werden, was die Opportunitätskosten für das Halten des Edelmetalls erhöht." Steigende Zinsen machen verzinsliche Anlagen wie Staatsanleihen im Vergleich zu Gold attraktiver, da das Edelmetall selbst keine laufenden Erträge abwirft.

Die Zahlen unterstreichen diesen Zusammenhang deutlich: Die Renditen zweijähriger US-Staatsanleihen sind seit Beginn des Konflikts um fast 60 Basispunkte gestiegen. Die Korrelation zwischen diesen Renditen und dem Goldpreis liegt nun bei fast -0,6 – eine deutliche Umkehr gegenüber dem leicht positiven Verhältnis, das noch Anfang 2026 zu beobachten war.

Neue Preisprognose und Basisszenario der UBS

Vor diesem Hintergrund hat UBS seine Goldpreisprognose für das Jahresende von 5.900 US-Dollar auf 5.500 US-Dollar pro Unze gesenkt. Dennoch erwartet die Bank weiterhin, dass Gold von seinem aktuellen Niveau aus steigen und sein bisheriges Rekordhoch von rund 5.400 US-Dollar übertreffen wird. Das Aufwärtspotenzial bleibt damit aus Sicht der Schweizer Bank intakt.

Das Basisszenario der UBS sieht eine erste Zinssenkung der Fed auf der Dezember-Sitzung vor, gefolgt von einer weiteren Lockerung im März 2027. Die Bank geht davon aus, dass die Fed einen taubenhafteren Ton anschlagen wird, sobald sich zeigt, dass die höheren Energiepreise keine nennenswerten Zweitrundeneffekte – also keine breit angelegte Inflation – ausgelöst haben.

Zentralbanknachfrage als stabilisierender Faktor

Ein weiterer wichtiger Stützpfeiler für den Goldpreis ist die anhaltende Nachfrage der Zentralbanken weltweit. UBS prognostiziert für das zweite Quartal Käufe in Höhe von 200 bis 250 Tonnen durch Notenbanken. Diese Käufe dürften eine Untergrenze für den Goldpreis bilden und größere Kursrückgänge begrenzen.

Insgesamt bleibt UBS „hinsichtlich der Aussichten für Gold positiv gestimmt". Als mittelfristige Stützen nennt die Bank drei wesentliche Faktoren:

  • Die Diversifizierung der Währungsreserven durch Zentralbanken
  • Die hohe weltweite Schuldenlast
  • Die Aussicht auf eine lockerere Geldpolitik

Für Anleger bedeutet dies: Kurzfristig bleibt das Umfeld für Gold herausfordernd, solange die Zinsspekulationen anhalten. Mittelfristig sieht UBS jedoch klare Argumente für eine Erholung des Edelmetalls – vorausgesetzt, die Inflationssorgen lassen nach und die Fed leitet tatsächlich eine neue Lockerungsphase ein.

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