ANZEIGE

US-Staatsanleihen auf dem Weg zur besten Woche seit Februar

KI-Sorgen und nachlassende Zinserhöhungserwartungen stoppen den globalen Anleiheausverkauf.

•• 3 Min
US-Staatsanleihen auf dem Weg zur besten Woche seit Februar

US-Staatsanleihen steuern auf ihre beste Woche seit Februar zu. Bedenken hinsichtlich der künstlichen Intelligenz (KI) und nachlassende Erwartungen für weitere Zinserhöhungen setzen dem monatelangen globalen Anleiherout ein Ende. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe – eine Referenzgröße für die Schuldenmärkte weltweit – fiel diese Woche um 0,16 Prozentpunkte auf 5,09 Prozent. Da sich Renditen invers zu den Kursen bewegen, entspricht der Renditerückgang einem deutlichen Kursanstieg der Papiere.

Damit vollziehen die US-Staatsanleihen eine schnelle Kehrtwende. Zuvor hatte ein durch den Iran-Krieg ausgelöster Ausverkauf, befeuert durch eine widerstandsfähige US-Wirtschaft, die amerikanischen Borrowing-Kosten in der vergangenen Woche auf über 5,3 Prozent getrieben – das höchste Niveau seit 2002. Ende Februar hatte der Wert noch unter 4 Prozent gelegen. Für deutsche Anleger ist die Entwicklung bedeutsam, weil die Rendite zehnjähriger US-Treasuries als Leitzins für die globalen Kapitalmärkte gilt.

In dieser Woche erlebten Staatsanleihen einen Aufschwung, gefördert durch die Nachfrage nach sicheren Anlagen. Gleichzeitig führten Sorgen über die Nachhaltigkeit des KI-Booms zu einem Ausverkauf bei globalen Chip-Aktien. „Höhere Renditen haben Käufer für Staatsanleihen angezogen, ebenso wie ein risikoscheuer Ton bei Tech-Aktien und die Einschätzung, dass die Federal Reserve die Zinsen im Oktober halten könnte“, sagte Trevor Greetham, Leiter Multi-Asset-Investing bei Royal London Asset Management.

Pimco sieht Anleihen attraktiver als Aktien

Die hohen Renditen bei US-Staatsanleihen haben in den vergangenen Monaten eine Welle von Käufern angezogen. Es gab starke Zuflüsse, und große Bond-Anleger wie der Vermögensverwaltungsgigant Pimco erklärten, die Renditen seien „viel attraktiver“ im Vergleich zu hohen Bewertungen an den Aktienmärkten und engen Credit Spreads. Die Kehrtwende brachte auch einigen europäischen Volkswirtschaften Erleichterung, deren langfristige Borrowing-Kosten nach dem jüngsten Ausverkauf die höchsten Werte seit Jahrzehnten erreicht hatten. Die zehnjährigen Borrowing-Kosten im Vereinigten Königreich fielen auf 5,37 Prozent zurück, nachdem sie Anfang dieses Monats mehr als 5,5 Prozent betragen hatten, während die zehnjährigen Renditen in Italien bei 4,48 Prozent liegen – nach fast 4,75 Prozent zuvor.

Der Aufschwung bei den US-Staatsanleihen kam trotz Daten dieser Woche, die einen Anstieg der US-Inflation auf 3,7 Prozent im September zeigten. Als Treiber nannte der Bericht den Konflikt im Nahen Osten, der die Kraftstoffpreise in die Höhe trieb. Händler reagierten zunächst auf die Zahlen, indem sie Anleihen abstoßen, da sie darauf wetteten, dass die Fed die Zinsen noch weiter anheben würde als zuvor erwartet. Zu einem bestimmten Zeitpunkt am Mittwoch bewerteten die Märkte vier Viertel-Prozent-Zinserhöhungen im kommenden Jahr.

Warsh dämpft Zinserhöhungserwartungen

Doch als der Verkauf auf die Aktienmärkte übergriff, kehrten sich die Bewegungen bei den Anleihen um, weil Anleger sichere Anlagen kauften. Die Futures-Märkte deuten nun nur noch auf drei Zinserhöhungen in den kommenden zwölf Monaten hin. Hintergrund ist, dass Fed-Vorsitzender Kevin Warsh am Freitag auf einem IWF-Gipfel in Bangkok signalisiert hatte, die höher als erwartete Inflation habe seine Ansichten über die US-Wirtschaft nicht verändert.

Investoren erklärten, der Markt habe sich scharf vom jüngsten Anleiherout erholt – in einer traditionellen „Risk-off“-Rallye, die einige Investoren gezwungen habe, ihre Wetten gegen Staatsanleihen abzuwickeln. „Die Bewegung wurde von Investor-Bedenken bezüglich des KI-Zyklus und Position-Umwälzungen getrieben“, sagte Mohit Kumar von Jefferies.

Der tech-lastige Nasdaq 100 fiel diese Woche um 4 Prozent – seine schlechteste Woche seit Juli. Der Anstieg der Borrowing-Kosten in diesem Jahr hat zunehmenden Druck auf globale Kreditnehmer ausgeübt, insbesondere auf Unternehmen mit niedrigerer Bonität. Ein Einbruch bei Rechenzentrum-Anleihen in dieser Woche erschreckte den Markt bezüglich der Nachhaltigkeit des KI-Booms. Ein Investor sagte, KI-verknüpfte Kreditnehmer stünden vor ihrem „Darwin-Moment“.

Richard Saldanha, Leiter Global Equities bei Aviva Investors, sagte, der Aufschwung bei Tech-Aktien „hatte zeitweise die Schwerkraft besiegt“, doch letztlich fange der Druck durch höhere Borrowing-Kosten an, Wirkung zu zeigen.

Us-StaatsanleihenAnleiherenditenTreasuriesFederal ReserveKi-BoomZinserhöhungenBond-MarktAnleiherout

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Börsenkorrektur kommt unweigerlich: So bereiten sich Anleger richtig vor
  3. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  4. Pieper sieht veränderte Marktstruktur als Treiber heftiger Kursausschläge
  5. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.