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US-Arbeitsmarkt stützt Dollar – Europäische Konzerne im Fokus

Fed-Zinspause bis Jahresmitte erwartet, während Mercedes, Hermes und AB InBev Quartalszahlen vorlegen.

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US-Arbeitsmarkt stützt Dollar – Europäische Konzerne im Fokus

Starke US-Arbeitsmarktdaten haben die Erwartungen gefestigt, dass die Federal Reserve die Zinsen mindestens bis zur zweiten Jahreshälfte 2026 stabil halten wird. Investoren reduzieren ihre Wetten auf eine baldige Zinssenkung deutlich – für März sehen die Märkte praktisch keine Chance mehr, lediglich für Juni bleibt eine Zinssenkung im Bereich des Möglichen. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf den Inflationsbericht am Freitag.

Die jüngsten Beschäftigungszahlen aus den USA zeigten ein zwiespältiges Bild. Während die Gesamtzahl über den Prognosen lag und auf einen robusten Arbeitsmarkt hindeutete, offenbarten Abwärtskorrekturen vorheriger Monate sowie die Konzentration der Neueinstellungen eine zugrunde liegende Schwäche. Der US-Dollar profitierte von der verschobenen Zinsperspektive und legte gegenüber den meisten Währungen zu.

Yen mit kräftigem Wochenplus

Eine bemerkenswerte Ausnahme bildet der japanische Yen, der in dieser Woche um drei Prozent zulegte. Der deutliche Wahlsieg von Premierministerin Sanae Takaichi am Wochenende stärkte die japanische Währung nachhaltig. Anleger interpretieren das klare Mandat als Signal für eine fiskalisch verantwortungsvolle Politik, ohne dass Takaichi Zugeständnisse an die Opposition machen muss.

Der paneuropäische STOXX 600 Index schloss am Mittwoch auf einem Rekordhoch. Die Futures deuten auf eine freundliche Eröffnung hin, bevor heute wichtige Quartalszahlen veröffentlicht werden. Mercedes-Benz, der Luxusgüterkonzern Hermes und der weltgrößte Brauereikonzern Anheuser-Busch InBev legen ihre Ergebnisse vor, ebenso der französische Kosmetikkonzern L'Oreal.

Europäische Unternehmen unter Druck

Trotz verbesserter Aussichten bleibt die Ertragslage europäischer Konzerne angespannt. Laut LSEG-Daten wird für das vierte Quartal ein Gewinnrückgang erwartet – die schwächste Performance der vergangenen sieben Quartale. Die britischen BIP-Daten für das Schlussquartal 2025 und das Gesamtjahr werden zusätzliche Hinweise auf die konjunkturelle Verfassung Europas liefern.

Die Kombination aus straffer US-Geldpolitik und gedämpften Unternehmensgewinnen in Europa stellt Investoren vor die Herausforderung, ihre Portfolios neu auszurichten. Der Fokus liegt dabei zunehmend auf Qualitätsaktien mit stabilen Geschäftsmodellen.

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