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US-Dollar-Schwäche beendet: CIBC erwartet Erholung nach geopolitischen Turbulenzen

Analysten sehen temporäre Faktoren als Auslöser für jüngste Volatilität – Greenback vor schrittweiser Abschwächung bis 2026.

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US-Dollar-Schwäche beendet: CIBC erwartet Erholung nach geopolitischen Turbulenzen

Die jüngste Schwächephase des US-Dollars ist nach Einschätzung der CIBC Economics beendet. Die kanadische Bank führt die ungewöhnliche Volatilität Ende Januar auf ein einmaliges Zusammentreffen geopolitischer Ereignisse und spekulativer Kapitalströme zurück – nicht auf fundamentale Währungsschwäche. Mit dem Abklingen dieser temporären Faktoren rechnen die Analysten mit einer Stabilisierung des Greenback, gefolgt von einer moderaten Abschwächung bis Mitte 2026.

Der markante Kursrückgang des Dollar-Index (DXY) Ende Januar wurde durch mehrere unabhängige Katalysatoren ausgelöst. Geopolitische Spannungen rund um Grönland, koordinierte Interventionen beim Währungspaar USD/JPY sowie massive Hedging-Aktivitäten zum Monatsende verstärkten die Marktbewegungen. Zusätzlichen Druck erzeugten spekulative Zuflüsse in alternative Anlagen wie Gold, Silber und Bitcoin. "Der Dollar hat sich seither erholt, da sich viele dieser Treiber inzwischen aufgelöst haben", konstatieren die CIBC-Ökonomen. Eine kurzfristige Unterstützung sehen sie bei 98,50 Punkten im DXY.

Kanadischer Dollar vor Handelsrisiken

Der Kanadische Dollar profitierte zunächst von der allgemeinen Dollar-Schwäche, steht nun jedoch vor spezifischen Herausforderungen. Die Neuverhandlung des CUSMA-Handelsabkommens rückt wieder in den Fokus der Märkte und dürfte den "Loonie" belasten. CIBC prognostiziert, dass USD/CAD kurzfristig auf aktuellem Niveau verharrt, selbst wenn andere Dollar-Paare weiter nachgeben. Für das zweite Halbjahr erwarten die Analysten jedoch einen Rückgang in Richtung 1,34, getrieben durch eine verbesserte globale Konjunktur und eine Zinskonvergenz zwischen Federal Reserve und Bank of Canada.

Die Europäische Zentralbank hält an ihrer abwartenden Haltung fest und beließ den Einlagensatz zum fünften Mal in Folge bei 2,0 Prozent. Die Währungshüter beschreiben die aktuelle Zinspolitik als angemessen für die Eurozone und sehen ausgewogene Risiken. Obwohl Wechselkurse nicht offizielles Ziel sind, beobachtet die EZB einen stärkeren Euro aufmerksam – dieser könnte deflationären Druck verstärken und das Wachstum bremsen. CIBC rechnet mit politischer Zurückhaltung bis 2026, solange EUR/USD nicht nachhaltig über 1,21 steigt.

Bank of England vor Zinswende

Das Britische Pfund steht kurzfristig unter Druck, da die Bank of England sich dem neutralen Zinsniveau von 3,5 Prozent nähert. Eine überraschende 5:4-Abstimmung unter den geldpolitischen Entscheidern hat die März-Sitzung für eine mögliche Zinssenkung in den Fokus gerückt. Gouverneur Andrew Bailey dürfte sich der taubenhaften Fraktion anschließen, sofern die kommenden Lohndaten keine deutliche Aufwärtsüberraschung liefern. Dennoch sieht CIBC die Herausforderungen für das Pfund im zweiten Halbjahr nachlassen, wenn der Markt ein übermäßig aggressives Zinssenkungsszenario korrigiert.

In Japan bleibt das Finanzministerium nach den koordinierten Interventionen im Januar in höchster Alarmbereitschaft. Die Märkte scheuen derzeit einen Test der 160er-Marke beim USD/JPY-Paar. Eine vorsichtige Rhetorik der Bank of Japan unterstützt einen allmählichen Aufwärtstrend, wobei Widerstand nahe 158,00 erwartet wird. Die CIBC-Strategen sehen mittelfristig eher US-getriebene Abwärtsrisiken für das Währungspaar, da das japanische Finanzministerium reaktiv agiert.

Australischer Dollar mit Aufwärtspotenzial

Die Reserve Bank of Australia hat einen restriktiveren Kurs eingeschlagen und charakterisiert ihren jüngsten Zinsschritt als notwendige Anpassung. Starke Arbeitsmarktdaten, darunter ein Rückgang der Arbeitslosenquote auf 4,1 Prozent, nähren Erwartungen für weitere Zinserhöhungen in der ersten Jahreshälfte. Gouverneurin Michele Bullock hält sich alle Optionen offen und betont, dass in Bezug auf den künftigen Zinspfad "nichts ausgeschlossen oder beschlossen" sei. CIBC prognostiziert für den Australischen Dollar einen Anstieg auf 0,72 US-Dollar bis Ende des zweiten Quartals, gestützt durch die restriktive RBA-Haltung gegenüber einer neutralen Federal Reserve.

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