US-Arbeitsmarkt überrascht positiv – Yen setzt Rally fort
Doppelt so viele Stellen wie erwartet – Japanische Währung verzeichnet beste Woche seit November

Die US-Wirtschaft hat im Januar 130.000 neue Arbeitsplätze geschaffen – fast doppelt so viele wie von Analysten prognostiziert. Gleichzeitig sank die Arbeitslosenquote auf 4,3 Prozent, während das Lohnwachstum mit 3,7 Prozent ebenfalls über den Erwartungen lag. Die überraschend robusten Daten vom Mittwoch deuten darauf hin, dass sich der US-Arbeitsmarkt stabilisiert hat.
Die Wall Street reagierte verhalten auf die Zahlen und schloss nahezu unverändert. Die Renditen von US-Staatsanleihen stiegen jedoch deutlich an, wobei die kurzfristigen Renditen um bis zu sechs Basispunkte zulegten. Die Auktion zehnjähriger Anleihen fiel schwächer aus als erwartet.
Die starken Arbeitsmarktdaten stützen die Position von Fed-Chef Jerome Powell, der zuletzt angedeutet hatte, dass die Notenbank die Zinspause länger beibehalten könnte. Die Zahlen widerlegen damit die Kritik von Präsident Donald Trump, der Powell kürzlich als "ahnungslos" bezeichnet hatte.
Yen mit stärkster Rally seit Monaten
Parallel zu den US-Entwicklungen setzte der japanische Yen seine beeindruckende Erholung fort. Die Währung legte gegenüber dem US-Dollar den dritten Tag in Folge um rund ein Prozent zu und steuert auf ein Wochenplus von drei Prozent zu – die beste Wochenperformance seit November 2024.
Bemerkenswert ist, dass der Yen-Anstieg stattfand, während der Dollar gegenüber den meisten anderen Währungen zulegte. Analysten sehen die nächsten wichtigen Widerstandsmarken bei 152 Dollar und anschließend bei 148 Dollar. Letztere Marke entspricht dem Niveau vor der Wahl von Premierministerin Sanae Takaichi zur LDP-Vorsitzenden.
Gemischtes Bild an den Aktienmärkten
Während die US-Börsen kaum verändert schlossen, erreichten mehrere internationale Indizes neue Rekordstände. Der britische FTSE 100, brasilianische Aktien sowie der MSCI Asia ex-Japan und der MSCI World markierten historische Höchststände.
Bei den Einzelsektoren zeigten sich deutliche Unterschiede: US-Energiewerte kletterten um 2,6 Prozent, Basiskonsumgüter um 1,4 Prozent. Dagegen gaben Kommunikationsdienstleistungen 1,3 Prozent und Finanzwerte 1,2 Prozent nach. Caterpillar sprang um vier Prozent nach oben, während IBM 6,5 Prozent verlor.
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Zur AktienanalyseRohstoffe profitieren vom schwächeren Dollar
Auf den Rohstoffmärkten sorgten die Währungsbewegungen für deutliche Gewinne. Gold legte um zwei Prozent zu, Silber sogar um vier Prozent. Auch Öl verteuerte sich um zwei Prozent. Bitcoin hingegen fiel um zwei Prozent und notierte unter 68.000 Dollar.
Morgan Stanley veröffentlichte unterdessen eine Analyse zur transformativen Kraft der künstlichen Intelligenz. Demnach werden die KI-gesteuerten Vorteile in den nächsten zwei Jahren stark in Richtung Kosteneffizienz gewichtet sein. Die Einführung von KI wird voraussichtlich 49 Prozent der nordamerikanischen Aktien zugutekommen.

