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Trump lässt Importzölle auf Mineralien prüfen

USA untersuchen Abhängigkeit von China und mögliche Sicherheitsrisiken der Lieferkette

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 Trump lässt Importzölle auf Mineralien prüfen

US-Präsident Donald Trump hat eine Untersuchung möglicher neuer Zölle auf sämtliche Importe kritischer Mineralien in die Vereinigten Staaten angeordnet. Dies stellt eine deutliche Verschärfung des Handelskonflikts mit internationalen Partnern dar. Die Maßnahme folgt auf eine bereits im Februar eingeleitete Untersuchung von Kupferimporten und stützt sich auf nationale Sicherheitsbedenken. Laut Trump ist die starke Abhängigkeit der Vereinigten Staaten von anderen Ländern bei der Versorgung mit verarbeiteten Mineralien ein Risiko für die nationale Sicherheit, wirtschaftliche Stabilität und Verteidigungsbereitschaft.

Die Anordnung erging an Handelsminister Howard Lutnick, der gemäß Abschnitt 232 des Trade Expansion Act von 1962 innerhalb von 180 Tagen einen Bericht vorlegen soll. Dieses Gesetz wurde bereits in Trumps erster Amtszeit verwendet, um globale Zölle auf Stahl und Aluminium zu verhängen. Der neue Prüfauftrag umfasst alle als kritisch eingestuften Mineralien, darunter Kobalt, Nickel, die 17 Elemente der Seltenen Erden sowie Uran. Auch die Marktverzerrung durch ausländische Akteure und mögliche Maßnahmen zur Stärkung inländischer Produktion und Recycling sollen untersucht werden.

Die Vereinigten Staaten verfügen derzeit nur über begrenzte Kapazitäten zur Gewinnung und Verarbeitung dieser Rohstoffe. So gibt es beispielsweise lediglich eine Nickelmine ohne angeschlossene Schmelzanlage, keine Kobaltmine oder Raffinerie und nur zwei Kupferschmelzen im ganzen Land. Der Abbau und die Weiterverarbeitung von Lithium sowie anderen seltenen Rohstoffen findet überwiegend außerhalb der USA statt, insbesondere in China, das laut US Geological Survey Hauptproduzent von 30 der 50 als kritisch geltenden Mineralien ist.

China hatte zu Monatsbeginn Exportbeschränkungen für Seltene Erden erlassen, was unter Trump-Beratern zusätzliche Besorgnis über mögliche Versorgungslücken auslöste. Bereits im vergangenen Jahr hatte China den Export mehrerer anderer Metalle in die USA vollständig verboten und weitere Exportkontrollen eingeführt. Chinesische Unternehmen überschwemmten den Weltmarkt in den vergangenen Jahren zudem mit günstigen Angeboten, was den Ruf nach staatlicher Unterstützung für US-Projekte verstärkte.

Die neue US-Anordnung nimmt auch sogenannte Halbfertigprodukte wie Batteriekathoden und Windturbinen in den Blick. Ziel sei es, die gesamte Lieferkette zu analysieren und potenzielle Zollschlupflöcher zu schließen. Präsident Trump hatte bereits im Vormonat Behörden angewiesen, eine Liste von US-Minen mit schnellen Genehmigungsmöglichkeiten sowie geeignete Bundesflächen für Verarbeitungsanlagen zu erstellen. Die langfristige Umsetzung dieser Pläne bleibt angesichts der komplexen Genehmigungs- und Bauprozesse jedoch herausfordernd.

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