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Chinas Stahlproduktion erreicht Zehnmonatshoch im März

Exportstärke und höhere Margen treiben Anstieg, doch April birgt Unsicherheiten

 Chinas Stahlproduktion erreicht Zehnmonatshoch im März

Die Rohstahlproduktion in China ist im März auf den höchsten Stand seit Mai 2024 gestiegen. Nach Angaben des Nationalen Statistikamtes wurden im vergangenen Monat 92,84 Millionen Tonnen Rohstahl hergestellt. Das entspricht einem Anstieg von 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Analysten zufolge lag die durchschnittliche tägliche Produktion damit bei rund 2,99 Millionen Tonnen. Zum Vergleich: In den Monaten Januar und Februar lag der Tagesdurchschnitt bei 2,82 Millionen Tonnen, im März 2024 bei 2,85 Millionen Tonnen.

Als Haupttreiber für den Produktionsanstieg gelten verbesserte Gewinnmargen und eine starke Exportnachfrage. In den vergangenen zwei Jahren hatten chinesische Stahlproduzenten mit einem Überangebot und rückläufiger Nachfrage zu kämpfen. Die wirtschaftliche Erholung nach der Pandemie verlief schleppend, was sich negativ auf die Profitabilität ausgewirkt hatte. Im März jedoch stieg der Anteil der profitabel arbeitenden Stahlhersteller auf 53 Prozent. Im Vorjahresmonat lag dieser Wert noch bei 25 Prozent.

Auch die Nachfrage aus dem verarbeitenden Gewerbe trug zum Produktionsanstieg bei. Die Industrieproduktion Chinas expandierte im März so stark wie seit einem Jahr nicht mehr. Der positive Trend im verarbeitenden Gewerbe konnte dabei einen Teil der wirtschaftlichen Belastungen aus der angeschlagenen Immobilienbranche abfedern. Die schwächelnde Bauwirtschaft hatte zuvor maßgeblich zur Zurückhaltung bei der Stahlproduktion beigetragen.

Für den April rechnen Analysten allerdings nicht mit einer Fortsetzung des Aufwärtstrends. Die Produktion dürfte auf dem Niveau des Vormonats stagnieren oder leicht zurückgehen. Gründe dafür seien Unsicherheiten im Exportgeschäft sowie die angespannte Nachfrage im Inland. Vor allem die zunehmenden Handelskonflikte zwischen China und den Vereinigten Staaten könnten sich negativ auf die Exportmöglichkeiten auswirken. Hinzu kommt, dass die Bautätigkeit im Infrastrukturbereich weiterhin verhalten bleibt.

Im gesamten ersten Quartal 2025 lag die chinesische Rohstahlproduktion bei 259,33 Millionen Tonnen. Das entspricht einem leichten Anstieg von 0,6 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres. Die Zahlen stützen die Einschätzung, dass vor allem der März einen temporären Produktionsschub brachte, während die mittelfristige Entwicklung von mehreren Unsicherheitsfaktoren geprägt bleibt.

ChinaStahlProduktion

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