China verschärft Kontrolle über Seltenerdexporte
Neue Beschränkungen treffen US-Militärindustrie und destabilisieren globale Technologielieferketten

China hat den Druck im Handelskonflikt mit den Vereinigten Staaten erhöht, indem es sieben weitere Seltenerdmetalle auf die Liste der kontrollierten Dual-Use-Exporte gesetzt hat. Diese Metalle, die in zahlreichen Hochtechnologie-Anwendungen verwendet werden, unterliegen damit neuen Exportbeschränkungen. Zu den betroffenen Materialien zählen unter anderem Dysprosium, Terbium, Samarium und Yttrium, die entscheidend für die Herstellung von Hochleistungsmagneten sind. Diese Magnete werden unter anderem in Laptops, Elektrofahrzeugen, Düsenflugzeugen und Raketen eingesetzt.
China kontrolliert rund 90 Prozent der globalen Produktion von Seltenerdmagneten sowie etwa 60 Prozent der weltweiten Minenförderung von Seltenerdmetallen. Auch im Verarbeitungsprozess ist das Land mit etwa 90 Prozent Marktanteil nahezu monopolartig aufgestellt. Selbst das US-amerikanische Bergwerk Mountain Pass, die einzige größere Seltenerd-Mine des Landes, exportiert einen Großteil seiner geförderten Materialien zur Weiterverarbeitung nach China. Zudem fördert Mountain Pass vorwiegend leichte Seltenerdmetalle, während China seinen Einfluss nun auf die schwereren Elemente ausweitet.
Die Aufnahme auf die Dual-Use-Liste bedeutet nicht zwangsläufig ein sofortiges Exportverbot, erlaubt es den chinesischen Behörden jedoch, Exporteure und deren Abnehmer strenger zu überprüfen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf Lieferketten, die mit dem US-Militär verbunden sind. Die Erfahrungen mit den bereits zuvor eingeschränkten Metallen Antimon, Gallium und Germanium zeigen, dass solche Maßnahmen schnell zu faktischen Exportstopps führen können. So waren die Ausfuhren dieser Stoffe in die USA bereits Monate vor dem offiziellen Verbot im Dezember 2024 deutlich zurückgegangen.
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Zur AktienanalyseDie Marktreaktionen auf diese Exportkontrollen sind teils drastisch ausgefallen. Der Preis für Antimon stieg von 14.000 auf fast 60.000 US-Dollar pro Tonne, während Bismut von 6 auf 40 US-Dollar pro Kilogramm kletterte. Auch im Fall von Seltenerdmetallen ist mit kurzfristigen Lieferengpässen zu rechnen, da Unternehmen nun neue Exportlizenzen beantragen müssen. In westlichen Ländern sind zwar Projekte zum Ausbau der Förder- und Recyclingkapazitäten im Gange, doch befinden sich diese meist noch nicht in der Produktionsphase und können mit Chinas marktbeherrschender Stellung derzeit nicht konkurrieren.


