Target zahlt 1,16 Dollar Dividende: 431 Aktien bringen 2.000 Dollar
Wer am 9. November bis Handelsschluss Target-Aktien hält, erhält am 1. Dezember die Quartalsdividende von 1,16 Dollar je Anteil.

Der US-Einzelhändler Target schüttet seine nächste Quartalsdividende von 1,16 US-Dollar je Aktie am 1. Dezember aus. Um in den Genuss dieser Zahlung zu kommen, müssen Anleger die Aktie bis zum Handelsschluss am 9. November im Depot halten. Ab dem Morgen des 10. November wird der Titel dann ex-dividend gehandelt, also ohne den Anspruch auf die jüngste Ausschüttung. Darauf weist das US-Finanzportal The Motley Fool hin.
Der Zeitplan ist der entscheidende Punkt für alle, die auf die Ausschüttung setzen: Wer erst am 10. November oder später kauft, geht bei dieser Zahlung leer aus und muss auf die folgende Quartalsdividende warten. Target ist an der New Yorker Börse (NYSE) gelistet, der Handelspreis wird in US-Dollar gestellt. Die nächste Ausschüttung fällt damit in das Schlussquartal des Jahres 2026.
Target gehört in diesem Jahr zu den stärksten Einzelhandelsaktien. Der Kurs liegt im laufenden Jahr rund 62 Prozent im Plus, wie The Motley Fool schreibt – auch dank der guten Gewinne der „Cheap Chic“-Kette. Trotz dieser Entwicklung bietet die Aktie eine Dividendenrendite von 2,8 Prozent. Bei einem dreistelligen Kurs je Anteil fällt dieser Wert für viele Beobachter überraschend hoch aus.
The Motley Fool warnt zugleich davor, eine Aktie allein wegen einer Dividende zu kaufen. Die Zahlung sei ein Nullsummenspiel, weil der Kurs bei Handelsbeginn am 10. November theoretisch um 1,16 US-Dollar sinken sollte. Anleger sollten ihre Due Diligence daher nicht überstürzen. Interessant bleibt dennoch die Frage, wie groß eine Position sein muss, um eine bestimmte jährliche Ausschüttungssumme zu erreichen.
431 Target-Aktien reichen für rund 2.000 Dollar Jahresdividende
Die Rechnung des Portals: Bei einer annualisierten Dividende von 4,64 US-Dollar je Aktie wären 431 Target-Aktien erforderlich, um im kommenden Jahr rund 2.000 US-Dollar an Ausschüttungen zu erhalten. Die annualisierte Dividende ergibt sich aus den vier Quartalszahlungen von jeweils 1,16 US-Dollar. Bei dem dreistelligen Kursniveau der Aktie dürften damit weniger Anteile nötig sein, als viele Anleger vermuten.
Die Größe 4,64 US-Dollar je Aktie und Jahr ist die Rechengröße, mit der sich das Ziel von 2.000 US-Dollar erreichen lässt. Entscheidend ist dabei nicht der Tageskurs, sondern die Ausschüttung je Anteil und die Zahl der gehaltenen Papiere. Wer die Position über mehrere Jahre hält, profitiert von einem zweiten Effekt: Steigt die Dividende, sinkt die Anzahl der Aktien, die für dieselbe Jahresdividende benötigt werden.
Target ist seit 55 Jahren ein Dividend King
Target gilt als „Dividend King“ – eine Auszeichnung, die nur Dutzenden von Aktien vorbehalten ist, die ihre Ausschüttungen mindestens 50 Jahre lang kontinuierlich erhöht haben. Die Serie des Einzelhändlers dauert nach Angaben von The Motley Fool bereits 55 Jahre und hat dabei mindestens acht Rezessionen überstanden. Mit mehr als 50 Jahren an Erhöhungen sei es eine sichere Wette, dass die Ausschüttungen Jahr für Jahr steigen, so das Portal.
Zuletzt hat Target seine Gewinnprognosen angehoben. Aus Sicht von The Motley Fool dürfte das Unternehmen die Serie damit auf 56 Jahre ausdehnen. Für Dividendenanleger ist das ein Argument, die Position langfristig zu betrachten: Die Ausschüttung wächst über die Jahre, während die Zahl der für eine feste Zielsumme benötigten Aktien allmählich zurückgeht. Die Uhr tickt also vielleicht – am Ende arbeitet die Zeit für den Anleger.
aktien.news hat in den vergangenen Monaten mehrfach über Dividendenstrategien berichtet
Bereits am 28. September 2026 berichtete aktien.news, dass Target im Jahresverlauf sogar Apple und die „Magnificent Seven“ übertroffen hat. Der Einzelhändler hat den Markt im Jahr 2026 mehr als vervierfacht, wie aus der Analyse des Motley Fool hervorging, und lag mit einem Kursanstieg von rund 60 Prozent in diesem Jahr vor den großen Technologiewerten. Zugleich lockte die Aktie mit einer Dividendenrendite, die höher lag als die der sieben „Magnificent Seven“-Aktien zusammengenommen.
Am 15. Oktober 2026 griff aktien.news den Stichtag bei Colgate-Palmolive auf. Damals mussten Anleger die Aktie bis zum 20. Oktober halten, um die am 13. November fällige Zahlung zu erhalten; der Konsumgüterkonzern zahlt seit 1895 Dividenden und hat die Ausschüttung 63 Jahre in Folge erhöht. Am 27. Oktober 2026 widmete sich aktien.news der Frage, wie lange es dauert, bis ein Anleger monatlich 2.000 US-Dollar an passiven Dividendeneinnahmen erzielt, und räumte mit der Annahme auf, dafür seien Hunderttausende US-Dollar nötig. Bereits am 28. Juni 2026 hatte das Portal eine Auswahl attraktiver Dividendenaktien für ein Investitionsvolumen von rund 5.000 US-Dollar vorgestellt.
Der Stichtag am 9. November entscheidet über den Dividendenanspruch
Für deutsche Privatanleger, die Target im Depot haben, ist vor allem der Zeitpunkt relevant: Den Anspruch auf die Quartalsdividende hat nur, wer die Aktie bis zum Handelsschluss am 9. November hält. Ein Kauf am 10. November kommt für diese Ausschüttung zu spät. Da der Kurs am Ex-Dividend-Tag theoretisch um die Ausschüttung sinkt, entsteht durch den bloßen Kauf kurz vor dem Stichtag kein Vorteil – die Dividende ist wirtschaftlich kein zusätzliches Geschenk.
Die Dividendenrendite von 2,8 Prozent ist im Vergleich zu vielen anderen US-Standardwerten ein solider Wert, aber kein Grund für eine überstürzte Entscheidung. Wer 2.000 US-Dollar jährlich anstrebt, muss rechnerisch 431 Anteile halten – bei einem dreistelligen Kurs eine vergleichsweise große Einzelposition. Anleger sollten daher prüfen, ob eine solch konzentrierte Position zu ihrer Strategie und ihrem Risikoprofil passt.
Am 1. Dezember zahlt Target die nächste Quartalsdividende aus
Der Terminplan ist klar: Bis zum Handelsschluss am 9. November kaufen, am 10. November notiert die Aktie ex-dividend, am 1. Dezember erfolgt die Zahlung von 1,16 US-Dollar je Anteil. Für die kommenden Jahre rechnet The Motley Fool mit weiter steigenden Ausschüttungen; nach der Anhebung der Gewinnprognose dürfte die Serie der Erhöhungen auf 56 Jahre wachsen. Damit würde die Zahl der Aktien, die für 2.000 US-Dollar Jahresdividende nötig sind, weiter sinken.
Drei Fachbegriffe rund um Dividendenaktien lassen sich kurz erklären
- Ex-Dividend-Tag: der Handelstag, ab dem eine neu gekaufte Aktie keinen Anspruch mehr auf die zuletzt beschriebene Ausschüttung hat.
- Dividendenrendite: das Verhältnis der jährlichen Ausschüttung je Aktie zum aktuellen Börsenkurs.
- Dividend King: ein Unternehmen, das seine Dividende über mindestens fünf Jahrzehnte in Folge erhöht hat.
