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Solarstrom erreicht neuen Höchstwert in Deutschland

Zahl der Anlagen steigt stark – Ausbauziel für 2030 zur Hälfte erfüllt

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Solarstrom erreicht neuen Höchstwert in Deutschland

Die Stromproduktion aus Sonnenenergie in Deutschland hat einen neuen Höchststand erreicht. Im Jahr 2024 wurden rund 59,5 Millionen Megawattstunden durch Photovoltaikanlagen ins öffentliche Netz eingespeist. Das entspricht einem Anteil von 13,8 Prozent an der gesamten inländischen Stromerzeugung und markiert damit einen neuen Rekordwert.

Immer mehr private Haushalte und Unternehmen setzen auf die Nutzung von Sonnenenergie. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts waren im März dieses Jahres rund 4,2 Millionen Photovoltaikanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt 98.300 Megawatt in Betrieb – das sind 23,7 Prozent mehr Anlagen als im Vorjahresmonat. Die installierte Leistung stieg im gleichen Zeitraum um 21,9 Prozent. Neben großen Anlagen auf Dächern und Freiflächen steigt auch die Zahl kleinerer Systeme weiter an.

Nicht alle Anlagen werden in der Statistik erfasst. Berücksichtigt werden nur solche, die in die öffentliche Stromversorgung einspeisen und über Stromzähler verfügen. Daher sind viele kleine Solarsysteme, wie etwa Balkonkraftwerke, nicht in den offiziellen Zahlen enthalten. Dennoch gibt es von diesen Kleinanlagen inzwischen rund eine Million in Deutschland. Ihre Gesamtleistung beläuft sich auf knapp ein Gigawatt.

Der Ausbau der Solarenergie schreitet weiter voran. Deutschland hat nach Einschätzung des Bundesverbands Solarwirtschaft inzwischen etwa die Hälfte des bis 2030 geplanten Ziels erreicht. Derzeit beträgt die installierte Leistung bundesweit etwa 107,5 Gigawatt. Bis zum Ende des Jahrzehnts soll diese auf 215 Gigawatt anwachsen. Insgesamt sind aktuell rund 5,3 Millionen Solaranlagen im Land installiert – auf Dächern, Balkonen, Freiflächen über Parkplätzen und auch auf Gewässern. Diese Anlagen decken zusammen etwa 15 Prozent des gesamten Strombedarfs in Deutschland.

Der Großteil der installierten Leistung entfällt auf Anlagen auf und an Gebäuden. Danach folgen größere Freiflächenanlagen mit einer Gesamtleistung von fast 33 Gigawatt. Deren Zahl liegt allerdings bei nur rund 20.000. Trotz der positiven Entwicklung warnte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft vor einer möglichen Verlangsamung des Ausbautempos. Angesichts des steigenden Strombedarfs sei ein zügiger weiterer Ausbau der Solarstromerzeugung notwendig.

Die Abhängigkeit von Importen bleibt dabei hoch. Photovoltaikanlagen im Wert von gut 1,8 Milliarden Euro wurden im vergangenen Jahr nach Deutschland eingeführt, wovon etwa 86 Prozent aus China stammten.

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