ANZEIGE

Siemens Healthineers kämpft mit China-Schwäche und schwacher Diagnostik

Der Medizintechnikkonzern setzt auf photonenzählende CT-Technik, verliert aber in China Marktanteile und hinkt bei der Marge hinterher.

•• 3 Min
Siemens Healthineers kämpft mit China-Schwäche und schwacher Diagnostik

Der Marktführer bei Computertomografen gerät unter Druck. Siemens Healthineers hat mit seiner Aktie im Jahresvergleich zweistellig verloren, das operative Geschäft entwickelt sich zuletzt wenig dynamisch. Am 5. November legt das Unternehmen die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025/26 vor, das am 30. September endete. Anleger richten ihren Blick vor allem auf zwei Baustellen: das Chinageschäft und die Labordiagnostik.

Im Jahr 2025 erlöste der Konzern 23,4 Milliarden Euro. Die operative Gewinnmarge liegt bei gut 16 Prozent. Damit bleibt Siemens Healthineers hinter Wettbewerbern wie Thermo Fisher und Danaher zurück, die meist zweistellige Margen erzielen. Für das laufende Geschäftsjahr stellt das Management ein Umsatzplus von vier Prozent in Aussicht.

In China verliert der Konzern Marktanteile an United Imaging

Besonders schmerzhaft ist die Entwicklung im dritten Quartal: In China ging der Umsatz um etwa zehn Prozent zurück, zugleich verlor das Unternehmen Marktanteile. Ärgster Konkurrent ist United Imaging, ein Anbieter, den ein ehemaliger Standortleiter mit Regierungsunterstützung gegründet hat. Die Zulassungsregularien in China werden zunehmend rigider. "China will in der Medizintechnik eine eigene Infrastruktur aufbauen, davon profitieren natürlich chinesische Anbieter", sagt Caspar Graf Stauffenberg.

Für westliche Konzerne wird das Geschäft in China damit schwieriger. Sie sind häufig im Nachteil, weil ihre Geräte teurer sind. Die Qualität chinesischer Geräte sei laut Beratern nicht schlechter als die aus den USA oder Europa. United Imaging ist beim Design bis heute ähnlich zu den Geräten von Siemens Healthineers.

Mit Naeotom Alpha will Montag den technologischen Vorsprung halten

Vorstandschef Bernd Montag setzt auf den photonenzählenden Computertomografen Naeotom Alpha. Das Gerät liefert nach Unternehmensangaben die weltweit präzisesten Bilder. Seit der Markteinführung 2021 wurden damit rund fünf Millionen Menschen gescannt. Bis Ende des kommenden Jahrzehnts sollen es eine Milliarde werden. "Die photonenzählenden Geräte machen rund 30 Prozent des Auftragsvolumens unseres CT-Geschäfts aus", sagt Katharina Hesels.

Die Technik dahinter ist ein Detektor, der Röntgenstrahlen direkt in Signale umwandelt. An der Entwicklung arbeitet Siemens seit 2005, 2014 stand ein erster Prototyp, 2021 kam das Gerät auf den Markt. Die Halbleiter für die Detektoren entstehen in eigenen Hallen direkt nebenan. Montag nennt United Imaging den technologisch stärksten Wettbewerber.

Die Fertigung in Forchheim bleibt überwiegend Handarbeit

Die Computertomografie hat bei Siemens eine lange Tradition: 1975 wurde die Technologie dort erfunden. Produziert wurde zunächst in Erlangen, später in Forchheim. Bis heute ist die Fertigung überwiegend Handarbeit, die Geräte entstehen auf Bestellung. Die Montage eines CT dauert zwei bis fünf Tage, die Testphase rund eine Woche. Der Rotor dreht sich mit drei Umdrehungen pro Sekunde. Über 100 CT-Varianten bietet das Unternehmen an, die Preise reichen von 100.000 Euro bis etwa 2,5 Millionen Euro.

Neben dem CT-Geschäft treibt der Konzern weitere Projekte voran. Mit dem Strahlentherapiesystem Accela sind Behandlungen in 60 Sekunden möglich. Ein digitaler Zwilling soll den Kundendienst beschleunigen, künftig soll mehr KI in den Geräten stecken. In Mannheim wurde ein Rettungswagen mit integriertem CT getestet – in Deutschland gibt es rund 22.000 Rettungswagen. Eine Studie beziffert die mögliche Einsparung auf zwölf Millionen Dollar in zehn Jahren. Allerdings sind Kliniken zunehmend auf staatliche Zuwendungen angewiesen, und staatliche Gelder fließen eher in KI und Verteidigung. Healthineers sucht deshalb gemeinsam mit Kliniken nach Lösungen zur Kostensenkung.

Der Mutterkonzern Siemens zieht sich schrittweise zurück

Zusätzliche Unsicherheit kommt von der Eigentümerseite. Siemens hält rund zwei Drittel der Aktien und will sich schrittweise zurückziehen. Zunächst sollen 30 Prozentpunkte abgegeben werden, eine Hauptversammlung Anfang 2027 soll darüber beschließen. Für Anleger bedeutet das: Der Streubesitz dürfte steigen, und der Kurs könnte stärker auf einzelne Nachrichten reagieren.

Ein weiteres Sorgenkind bleibt das Diagnostikgeschäft für Labore, das nicht vorankommt. Zusammen mit der China-Schwäche und der im Vergleich zur Konkurrenz niedrigeren Marge erklärt das, warum die Aktie zuletzt zweistellig nachgab. Die Zahlen am 5. November dürften zeigen, ob Montags Strategie greift.

Siemens HealthineersNaeotom AlphaComputertomografieChinaUnited ImagingSiemens AktieMedizintechnikBernd Montag

Meistgelesene News

  1. SpaceX-Aktie: Was 10.000 Dollar bis 2030 wert sein könnten
  2. Deutsche Telekom bremst Fusion mit T-Mobile US aus
  3. Weil Gotshal & Manges: Wie die Wall-Street-Kanzlei in die Krise geriet
  4. Weil, Gotshal & Manges in der Krise: Kanzlei sucht Insolvenzberater
  5. Commerzbank-Übernahme: Deutsche Bank wirbt offensiv um Mittelstandskunden

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.