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Siemens Healthineers kämpft mit Problemen in China

Umsatzeinbruch und gedämpfte Prognosen belasten das Geschäftsjahr erheblich

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Siemens Healthineers kämpft mit Problemen in China

Der Medizintechnikhersteller Siemens Healthineers kämpft weiterhin mit erheblichen Herausforderungen in seinem Chinageschäft. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres konnte der Konzern sowohl beim Umsatz als auch beim Betriebsgewinn die Erwartungen der Analysten nicht erfüllen. Diese enttäuschenden Ergebnisse führten zu einem zeitweiligen Kursverlust der Healthineers-Aktien von bis zu sieben Prozent, womit sie der schwächste Wert im DAX-Leitindex waren.

Konzernchef Bernd Montag äußerte sich zuversichtlich und verwies die Anleger auf das kommende Geschäftsjahr, in dem er mit einer Zunahme der Aufträge für CT- und MRT-Geräte aus chinesischen Kliniken und Gesundheitseinrichtungen rechnet. Trotz der aktuellen Schwierigkeiten konnte das Unternehmen von April bis Juni den Umsatz auf vergleichbarer Basis um 4,3 Prozent auf 5,24 Milliarden Euro steigern. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) verbesserte sich um neun Prozent auf 825 Millionen Euro. Dennoch lagen diese Zahlen unter den Analystenerwartungen, die Erlöse von 5,5 Milliarden Euro und einen bereinigten Gewinn von 856 Millionen Euro prognostiziert hatten.

Für das Gesamtjahr hält Siemens Healthineers an seiner Prognose fest und erwartet weiterhin ein Umsatzwachstum von 4,5 bis 6,5 Prozent sowie ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 2,10 bis 2,30 Euro. Dabei geht das Unternehmen nun eher vom unteren Ende der Prognosespanne aus. In China halten sich die Krankenhäuser insbesondere mit Bestellungen teurer Medizintechnikgeräte zurück. Diese Zurückhaltung wird teilweise auf die Antikorruptionskampagne der chinesischen Regierung zurückgeführt, die das Einkaufsverhalten von Managern in der Gesundheitsbranche verstärkt unter die Lupe nimmt. Im dritten Quartal gingen die Umsätze von Healthineers in China im niedrigen zweistelligen Bereich zurück.

Auch der Konkurrent Philips verzeichnete ähnliche Rückgänge und sprach von einem Umsatzrückgang von fast zehn Prozent in China. Trotz dieser Herausforderungen zeigt sich das Management von Healthineers optimistisch und erwartet eine Normalisierung der Lage im kommenden Jahr, unterstützt durch ein mögliches staatliches Investitionsprogramm in das Gesundheitssystem. Im laufenden Quartal rechnet das Unternehmen bereits mit einer Stabilisierung des Geschäfts mit Medizintechnikausrüstung.

Die gedämpften Wachstumsprognosen für die Imaging-Sparte, zu der auch MRT- und CT-Geräte gehören, wirken sich auf die Margen aus. Die operative Umsatzrendite in diesem Geschäftsfeld wird im laufenden Geschäftsjahr eher am unteren Ende der Spanne von 21,0 bis 22,5 Prozent liegen. Diese Entwicklung wird jedoch teilweise durch eine bessere Performance der Diagnostik-Sparte ausgeglichen, deren Marge am oberen Ende der Spanne von vier bis sechs Prozent liegen wird.

In der Labordiagnostik, lange Zeit ein Sorgenkind des Unternehmens, greift ein Transformationsprogramm, mit dem Siemens Healthineers insgesamt rund 300 Millionen Euro einsparen will. Durch die Konzentration auf die neue Laborstraße namens Atellica konnte die Sparte im dritten Quartal den Umsatz um 2,1 Prozent auf rund 1,1 Milliarden Euro steigern. Die bereinigte Marge lag mit 7,4 Prozent deutlich über dem Vorjahresniveau. Auch der Krebsspezialist Varian, den Siemens Healthineers 2021 für mehr als 16 Milliarden Dollar übernommen hatte, zeigte gute Zuwächse. Varian steigerte den Umsatz um 9,6 Prozent auf 927 Millionen Euro, wobei die Erlöse in China um bis zu 30 Prozent einbrachen.

Die größte Sparte von Healthineers, der Bereich Imaging, steigerte den Umsatz auf vergleichbarer Basis um rund 3,8 Prozent auf knapp drei Milliarden Euro. Besonders die molekulare Bildgebung trug zu dieser Entwicklung bei, unterstützt durch neue radioaktive Therapien gegen Krebs, die sowohl für die Diagnose als auch für die Messung des Behandlungsfortschritts genutzt werden.

Siemens HealthineersChinaGesundheit

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