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FTI Consulting erweitert Präsenz in Deutschland

Plan: Verdopplung der Mitarbeiterzahl bis 2026, neue Forensik-Expertise

FTI Consulting erweitert Präsenz in Deutschland

FTI Consulting, die US-amerikanische Krisenberatungsgesellschaft, plant eine erhebliche Expansion in Deutschland. Ziel ist es, die Mitarbeiterzahl bis 2026 zu verdoppeln. Aktuell beschäftigt die Firma in Deutschland rund 320 Mitarbeiter. Die geplante Erweiterung soll vor allem durch die Abwerbung von Fachkräften von Wettbewerbern erreicht werden. Der Ausbau konzentriert sich insbesondere auf die Bereiche Forensik und Restrukturierung, die in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit verstärkt nachgefragt werden.

Renato Fazzone, der Geschäftsführer von FTI Consulting für Deutschland, Österreich und die Schweiz, hebt hervor, dass Deutschland für das Unternehmen der wichtigste Markt in Kontinentaleuropa sei. Die derzeitige wirtschaftliche Lage in Deutschland, einschließlich der Herausforderungen durch die Wirtschaftskrise, regulatorische Anforderungen und Digitalisierung, schaffe großen Bedarf an umfassender Beratung und Aufklärung. Fazzone betont, dass viele Unternehmen derzeit unter erheblichem Stress stehen und auf Unterstützung durch Datenanalyse und Schadensbegrenzung angewiesen sind.

FTI Consulting hat bereits im Jahr 2020 durch die Übernahme der deutschen Beratungsgesellschaft Andersch seine Präsenz auf dem deutschen Markt verstärkt. Diese Übernahme ermöglichte es der Firma, sich als bedeutender Akteur im Bereich der Restrukturierungsberatung zu etablieren. Der jüngste prominente Neuzugang in der Forensik-Abteilung ist Stefan Heissner, ein ehemaliger Kriminalbeamter, der zuvor bei den Wirtschaftsprüfungsgesellschaften EY und PwC tätig war. Heissner bringt umfassende Erfahrung in der Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität mit, einschließlich der Aufklärung von Fällen wie dem Siemens-Korruptionsskandal und dem Wirecard-Skandal.

Stefan Heissner wird die Forensik- und Litigation-Abteilung von FTI Consulting leiten, die derzeit etwa 50 Mitarbeiter umfasst. Heissner hebt hervor, dass der Markt für Forensik wächst und dass es ein zunehmendes Bewusstsein für wirtschaftliche Unregelmäßigkeiten gibt. Dies sei vor allem auf die steigende Anzahl an Skandalen und die damit verbundene Sensibilisierung der deutschen Wirtschaft für Compliance-Themen zurückzuführen. Der regulatorische Druck sei in Deutschland besonders hoch, nur der US-Markt sei noch stärker reguliert.

Zusätzlich zu den Forensik-Aktivitäten sicherte sich FTI Consulting kürzlich einen bedeutenden Auftrag zur Aufarbeitung des Regionalzugunfalls der Deutschen Bahn im Juni 2022. Die Berater von FTI sind in diesem Fall für die juristische und organisatorische Aufklärung zuständig. Das Unternehmen, das weltweit in der Beratung von Veränderungsprozessen und Risikomanagement tätig ist, zeigt sich optimistisch über die Entwicklung seines Restrukturierungsgeschäfts in Deutschland.

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