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Sanofis Nuvaxovid verträglich als Modernas mNEXSPIKE in direktem Vergleich

Neue Head-to-Head-Studie zeigt: Sanofis proteinbasierter COVID-19-Impfstoff Nuvaxovid verursacht deutlich weniger systemische Nebenwirkungen als Modernas mRNA-Impfstoff.

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Sanofis Nuvaxovid verträglich als Modernas mNEXSPIKE in direktem Vergleich

Sanofis proteinbasierter COVID-19-Impfstoff Nuvaxovid (NVX-CoV2705) hat in einer direkten Vergleichsstudie gegenüber Modernas neuestem mRNA-Impfstoff mNEXSPIKE (mRNA-1283) in allen vorab festgelegten Endpunkten eine statistisch signifikant bessere Verträglichkeit gezeigt. Die Ergebnisse der sogenannten COMPARE-Studie wurden auf dem Global Congress der European Society of Clinical Microbiology and Infectious Diseases (ESCMID) in München präsentiert. Die randomisierte Doppelblindstudie umfasste 1.000 erwachsene Teilnehmer in den USA.

Der primäre Endpunkt der Studie war die Wahrscheinlichkeit, innerhalb von sieben Tagen nach der Impfung mindestens eine systemische Reaktion zu zeigen. Dabei waren 91,6 % der mNEXSPIKE-Empfänger betroffen, verglichen mit 83,6 % der Nuvaxovid-Empfänger – eine Risikodifferenz von 8,0 % (95 % CI: 4,0 %–12 %) mit statistischer Signifikanz. Systemische Reaktionen umfassen typische Impfreaktionen wie Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Fieber.

Deutlich weniger schwere Nebenwirkungen bei Nuvaxovid

Besonders auffällig waren die Unterschiede bei schweren Symptomen. Schwere systemische Reaktionen, die Menschen an der Ausübung ihrer normalen täglichen Aktivitäten hinderten, traten bei Nuvaxovid um mehr als 50 % seltener auf als bei mNEXSPIKE. Konkret war weniger als jeder zehnte Nuvaxovid-Empfänger betroffen, während es bei mNEXSPIKE jeder Fünfte war.

Noch deutlicher fiel der Unterschied bei lokalen Reaktionen an der Einstichstelle aus – also Schmerzen, Rötungen oder Schwellungen. Schwere lokale Symptome waren bei Nuvaxovid selten und traten um mehr als 75 % seltener auf als bei mNEXSPIKE. Zudem waren Nebenwirkungen bei Nuvaxovid, sofern sie auftraten, weniger schwerwiegend und von kürzerer Dauer.

Diese Ergebnisse spiegelten sich auch in der persönlichen Wahrnehmung der Studienteilnehmer wider. Nuvaxovid-Empfänger gaben fast doppelt so häufig wie mNEXSPIKE-Empfänger an, dass sie sich im folgenden Jahr definitiv wieder für denselben Impfstofftyp entscheiden würden. Dies ist ein wichtiger Hinweis auf die praktische Relevanz der besseren Verträglichkeit für die Impfbereitschaft.

Impfskepsis durch Nebenwirkungsangst – ein globales Problem

Die Studienergebnisse adressieren eine anhaltende Herausforderung im Bereich der öffentlichen Gesundheit. Trotz des offiziellen Endes der COVID-19-Pandemie verursacht das Virus weltweit weiterhin erhebliche Krankenhausaufenthalte und Todesfälle und belastet Gesundheitssysteme während saisonaler Spitzenzeiten erheblich. Dennoch bleibt die Impfquote gering.

Bedenken hinsichtlich der Nebenwirkungen von Impfstoffen zählen zu den am häufigsten genannten Gründen für eine Ablehnung der COVID-19-Impfung bei Erwachsenen. Ein Impfstoff mit nachweislich besserer Verträglichkeit könnte daher dazu beitragen, mehr Menschen zur Impfung zu bewegen – insbesondere jene, die bislang aus Angst vor Nebenwirkungen zögerten.

COVID-19 ist eine Infektionskrankheit, die durch das SARS-CoV-2-Virus verursacht wird. Neben unmittelbaren gesundheitlichen Auswirkungen erhöht sie auch das langfristige Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen wie Herzinfarkte und Schlaganfälle. Ältere Erwachsene, die wegen COVID-19 hospitalisiert werden, haben ein wesentlich höheres Sterblichkeitsrisiko als Patienten, die wegen einer Influenza ins Krankenhaus kommen.

Risikogruppen besonders betroffen

Besonders gefährdet sind ältere Erwachsene sowie Personen mit chronischen Erkrankungen – darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Lungenerkrankungen, Diabetes und Adipositas. In den USA haben schätzungsweise 74 % der Erwachsenen mindestens einen solchen Risikofaktor. Diese Zahl verdeutlicht das enorme Potenzial einer wirksamen und gut verträglichen COVID-19-Impfung für die öffentliche Gesundheit.

Nuvaxovid unterscheidet sich technologisch grundlegend von mRNA-Impfstoffen wie mNEXSPIKE. Als proteinbasierter Impfstoff nutzt er einen klassischeren Ansatz, der bereits bei anderen Impfstoffen wie dem Grippeimpfstoff seit Jahrzehnten eingesetzt wird. Für Impfskeptiker, die mRNA-Technologie ablehnen, könnte Nuvaxovid damit eine wichtige Alternative darstellen – zumal die neue Studie nun auch eine überlegene Verträglichkeit im direkten Vergleich belegt.

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