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Cosmo Pharma: Haarausfall-Mittel Clascoteron überzeugt in Einjahresstudie

Das topische Medikament Clascoteron zeigt nach zwölf Monaten anhaltendes Haarwachstum und ein placebovergleichbares Sicherheitsprofil.

Cosmo Pharma: Haarausfall-Mittel Clascoteron überzeugt in Einjahresstudie

Cosmo Pharmaceuticals hat am Mittwoch positive Ergebnisse aus einer einjährigen Verlängerungsstudie zu seinem experimentellen Haarausfall-Medikament Clascoteron veröffentlicht. Das in Irland ansässige Unternehmen berichtet, dass das topische Mittel bei Männern mit herkömmlichem Haarausfall ein anhaltendes Haarwachstum sowie eine langfristig gute Verträglichkeit gezeigt hat.

Die neuen Daten bauen auf Ergebnissen aus dem Dezember auf, als Clascoteron in zwei großen Spätphasenstudien seine Hauptziele erreichte. In diesen Studien wurde das Medikament über sechs Monate bei insgesamt 1.465 Männern getestet und erzielte ein statistisch signifikantes Haarwachstum.

Deutlicher Vorteil gegenüber Behandlungsabbruch

Der entscheidende Befund der Verlängerungsstudie: Männer, die Clascoteron über die vollen zwölf Monate anwendeten, wiesen eine statistisch signifikante 2,39-fache Verbesserung der Haaranzahl im Vergleich zu jenen auf, die die Behandlung nach sechs Monaten abbrachen. Patienten, die die Therapie nach sechs Monaten beendeten, verzeichneten dagegen einen deutlichen Rückgang der Haaranzahl.

Dieses Ergebnis unterstreicht die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Anwendung – ein Muster, das auch von anderen zugelassenen Haarausfall-Behandlungen wie Minoxidil oder Finasterid bekannt ist. Wer die Therapie abbricht, riskiert den Verlust der erzielten Fortschritte.

Clascoteron wirkt als topische Lösung, die die Wirkung männlicher Hormone in der Kopfhaut blockiert. Diese Hormone gelten als Hauptursache für das Schrumpfen der Haarfollikel und den damit verbundenen Haarausfall. Der Wirkstoff greift also direkt am Ort des Geschehens an, ohne systemische Hormonwirkungen im Körper zu entfalten.

Sicherheitsprofil vergleichbar mit Placebo

Besonders relevant für potenzielle Anwender: Das Sicherheitsprofil von Clascoteron über den gesamten Zwölf-Monats-Zeitraum war laut Cosmo mit dem eines Placebos vergleichbar. Nennenswerte hormonbedingte Nebenwirkungen wurden nicht gemeldet – ein wichtiger Vorteil gegenüber systemisch wirkenden Alternativen, die mitunter Nebenwirkungen wie Libidoverlust oder Stimmungsveränderungen verursachen können.

Cosmo-CEO Giovanni Di Napoli erklärte gegenüber Reuters, dass das Unternehmen auch Optionen zur Lizenzierung des Medikaments prüfe. „Wir wollen einen idealen Partner finden, der dieses Medikament skalieren und so schnell wie möglich Millionen von Männern weltweit erreichen kann. Das ist unser Ziel, und daran werden wir in den nächsten Wochen und Monaten arbeiten", sagte er.

US-Zulassung für 2027 geplant

Cosmo plant, Anfang 2027 die US-Zulassung bei der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA zu beantragen. Zudem beabsichtigt das Unternehmen, die vollständigen Daten der Spätphasenstudien zur Veröffentlichung auf wissenschaftlichen Tagungen einzureichen.

Der Markt für Haarausfall-Behandlungen ist groß und wächst weiter. Neben Cosmo arbeiten weitere Unternehmen an neuen Therapieansätzen. So entwickelt Pelage Pharmaceuticals mit dem Wirkstoff PP405 eine experimentelle topische Therapie zur Reaktivierung des Haarwachstums – und zwar sowohl für Männer als auch für Frauen.

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