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Immutep-Aktie verdoppelt sich nach FDA-Orphan-Drug-Status für Krebstherapie

Das australische Biotechunternehmen Immutep erhält FDA-Orphan-Drug-Status für Eftilagimod Alfa – die Aktie schießt um über 100 Prozent hoch.

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Immutep-Aktie verdoppelt sich nach FDA-Orphan-Drug-Status für Krebstherapie

Die Aktien des australischen Biotechnologieunternehmens Immutep Ltd (ASX: IMM) haben am Mittwoch ihren Wert mehr als verdoppelt. Auslöser war die Nachricht, dass die US-Arzneimittelbehörde FDA dem Unternehmen den begehrten Orphan-Drug-Status für eine neuartige Krebstherapie verliehen hat. Der Kurs stieg um 101,3 Prozent auf A$0,079.

Der Orphan-Drug-Status – auf Deutsch auch als „Status eines Arzneimittels für seltene Leiden" bekannt – wurde für den Wirkstoff Eftilagimod Alfa gewährt. Das Medikament soll zur Behandlung von Weichteilsarkomen eingesetzt werden, einer seltenen Krebsart, für die laut Immutep ein hoher ungedeckter medizinischer Bedarf besteht.

Was der Orphan-Drug-Status bedeutet

Die Auszeichnung durch die FDA bringt für Immutep eine Reihe bedeutender Vorteile mit sich. Dazu zählen regulatorische Unterstützung durch die Behörde, Steuer- und Gebührenbefreiungen sowie – besonders wertvoll für ein Biotechunternehmen – eine siebenjährige Marktexklusivität nach einer etwaigen Zulassung. Diese Exklusivität schützt das Unternehmen vor Konkurrenz durch Nachahmerprodukte und sichert potenzielle Einnahmen langfristig ab.

Die Entscheidung der FDA basiert laut Immutep auf den Ergebnissen einer Phase-2-Studie zur Behandlung von Weichteilsarkomen mit Eftilagimod Alfa. Diese Studie hatte ihren primären Endpunkt bereits erfolgreich erreicht – ein wichtiges Signal für die Wirksamkeit des Wirkstoffs in diesem Anwendungsgebiet.

Rückschlag im März überschattet den Erfolg

Der positive FDA-Bescheid kommt jedoch zu einem schwierigen Zeitpunkt für das Unternehmen. Erst Anfang März hatte Immutep den Stopp einer wichtigen Phase-3-Studie für Eftilagimod Alfa bekanntgegeben. Im Anschluss daran leitete das Unternehmen eine „umfassende Überprüfung und Analyse" hinsichtlich künftiger klinischer Studien mit dem Wirkstoff ein.

Der Orphan-Drug-Status der FDA gilt in der Biotechnologiebranche als bedeutendes regulatorisches Meilenstein. Er signalisiert, dass die Behörde den medizinischen Bedarf für eine Erkrankung anerkennt und die Entwicklung entsprechender Therapien aktiv fördern möchte. Für kleine Biotechunternehmen wie Immutep kann eine solche Auszeichnung die Entwicklungskosten erheblich senken und die Attraktivität für Investoren deutlich steigern.

Weichteilsarkome sind bösartige Tumoren, die im Bindegewebe des Körpers entstehen – etwa in Muskeln, Fettgewebe oder Blutgefäßen. Aufgrund ihrer Seltenheit und der begrenzten Behandlungsoptionen gelten sie als Paradebeispiel für Erkrankungen, bei denen der Orphan-Drug-Status besonders sinnvoll ist. Die Kombination aus regulatorischen Vorteilen und dem bereits erreichten Phase-2-Endpunkt dürfte das Interesse der Investoren an Immutep trotz des jüngsten Phase-3-Rückschlags neu entfacht haben.

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