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Prompt Engineers finden kaum Jobs in Deutschland

Trotz hoher Nachfrage unter Bewerbern bleibt das Stellenangebot verschwindend gering

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Prompt Engineers finden kaum Jobs in Deutschland

Noch vor wenigen Monaten galt der Prompt Engineer als einer der gefragtesten Zukunftsberufe in der digitalen Wirtschaft. Experten für den präzisen Umgang mit Sprachbefehlen für KI-Systeme wie ChatGPT wurden nicht nur medial gefeiert, sondern auch mit Einstiegsgehältern von bis zu 335.000 US-Dollar umworben. Vor allem in den USA sorgte das plötzliche Interesse für eine regelrechte Hype-Welle rund um diesen neuen Berufszweig. Doch in Deutschland scheint dieser Trend nie wirklich angekommen zu sein.

Laut einer aktuellen Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft wurden zwischen Januar 2023 und Dezember 2024 lediglich 130 Stellen für Prompt Engineers ausgeschrieben. Angesichts von rund 70.000 neu geschaffenen IT-Jobs im selben Zeitraum bedeutet das: Nicht einmal jede 500. Ausschreibung richtete sich an Fachkräfte mit diesem Profil. Die Nachfrage war also von Anfang an gering – und sie ist weiter rückläufig. Besonders deutlich zeigt sich das im Jahresvergleich: 2024 wurden rund 50 Prozent weniger solcher Stellen ausgeschrieben als noch 2023. Das größte Angebot gab es im August 2023.

Gleichzeitig ist das Interesse auf Seiten der Jobsuchenden erheblich größer. Durchschnittlich gab es laut der Studie knapp 34 Suchanfragen auf eine Million bei der Plattform Indeed, die sich mit Prompt Engineering beschäftigen. Dem stehen weniger als fünf passende Stellenangebote pro Million Jobs gegenüber. Studienautor Jan Engler spricht daher von einem klaren Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage.

An fehlendem Bedarf für präzise KI-Kommandos liegt das offenbar nicht. Vielmehr zeigen die Daten, dass Prompt Engineering zunehmend als Zusatzqualifikation in etablierten Berufen erwartet wird. Gefragt sind entsprechende Kenntnisse besonders bei Datenwissenschaftlern, Unternehmensberatern sowie in den Medien- und Kommunikationsberufen. Insgesamt wurden in den vergangenen zwei Jahren mehr als 2000 Stellen ausgeschrieben, bei denen Prompt-Fähigkeiten explizit gewünscht waren. Rund 23.000 weitere Inserate verlangten zumindest grundlegende Erfahrung im Umgang mit generativer KI.

Auch international ist der Glanz des Berufsbilds inzwischen verblasst. In einer Umfrage von Microsoft landeten Prompt Engineers auf dem vorletzten Platz, wenn es um die geplante Schaffung neuer Stellen in den nächsten 18 Monaten ging. Die hohen Einstiegsgehälter der Anfangszeit sind damit ebenso Geschichte wie der mediale Hype um ein Berufsbild, das nie wirklich Fuß fassen konnte.

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