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Peter Schiff sieht fallende Gold- und Silberpreise als Kaufchance

Der Chefökonom von Euro Pacific Asset Management hält den jüngsten Preisrückgang für eine unerwartete Einstiegsgelegenheit für Anleger.

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Peter Schiff sieht fallende Gold- und Silberpreise als Kaufchance

Peter Schiff, Chefökonom und globaler Stratege bei Euro Pacific Asset Management sowie Gründer von Schiff Gold, sieht die gefallenen Gold- und Silberpreise als Einstiegsgelegenheit. „Ich halte dies für eine unerwartete Kaufchance, daher denke ich, dass Anleger sie nutzen sollten“, sagte Schiff in einem Beitrag, über den das Investing News Network berichtet. Der Beitrag ist auf den 5. November 2026 datiert.

Der Ökonom bewertet den Rückgang bei den Edelmetallen damit ausdrücklich nicht als Warnsignal, sondern als Gelegenheit für Anleger, die sich neu positionieren wollen. Für deutsche Privatanleger ist die Einschätzung insofern relevant, als Gold und Silber hierzulande traditionell eine wichtige Rolle als Absicherung im Depot spielen. Schiffs Aussage steht dabei gegen die aktuelle Marktstimmung, die den Edelmetallen zuletzt zugesetzt hat.

Als Grund für den Preisrückgang nennt Schiff eine aus seiner Sicht falsche Einschätzung der Märkte. Diese würden sowohl die Stärke der amerikanischen Wirtschaft als auch die Fähigkeit der US-Notenbank Federal Reserve, die Inflation zu bekämpfen, überschätzen. Genau diese Überzeugung treibe Anleger aus Gold und Silber heraus – und schaffe damit jene Chance, von der Schiff spricht.

Peter Schiff hält den Optimismus der Märkte für übertrieben

Im Kern seiner Argumentation steht die These, dass die Erwartungen an die US-Wirtschaft zu hoch gesteckt sind. Der Markt preise eine Widerstandskraft der amerikanischen Konjunktur und einen Erfolg der Federal Reserve im Kampf gegen die Inflation ein, die Schiff für zu optimistisch hält. Aus dieser Bewertung leitet er ab, dass der Preisrückgang bei Gold und Silber nicht fundamental begründet ist, sondern Ausdruck einer überzogenen Markterwartung.

Wer Schiffs Argument folgt, müsste damit rechnen, dass die Notenbank weniger erfolgreich gegen die Inflation vorgeht als allgemein angenommen. Ob sich diese Einschätzung bestätigt, hängt von der weiteren Entwicklung der US-Wirtschaft und der Geldpolitik ab – beides bleibt abzuwarten. Die Aussage ist damit eine klare Positionierung, keine abgesicherte Prognose.

Der Ausblick des Ökonomen reicht bis zu Energie und Wertaktien für 2027

Der Beitrag ordnet Schiffs Einschätzung in einen breiteren Ausblick ein, der über Gold und Silber hinausreicht. Die Überschrift des Interviews verweist auf Chancen bei Energie und Wertaktien für das Jahr 2027. Damit spannt der Ökonom den Bogen von klassischen Absicherungen bis hin zu zyklischen und substanzorientierten Investments.

Die Aussagen stammen aus der Berichterstattung des Investing News Network. Verantwortlich für die Video- und Event-Berichterstattung des Portals ist Charlotte McLeod, die ein Team von Autoren leitet, das über Nischen-Investmentmärkte berichtet. In der entsprechenden Kennzeichnung weist sie darauf hin, dass sie keine direkten Anlageinteressen an den erwähnten Unternehmen hält.

Der Beitrag reiht sich in eine Serie von Einschätzungen ein, die das Portal zuletzt veröffentlicht hat. Darin geht es unter anderem um unterschiedliche Szenarien für den Goldpreis, um die These, dass der Goldpreis-Rückgang noch nicht beendet ist, sowie um die Auswirkungen der US-Zwischenwahlen auf Gold und Silber. Hinzu kommen Unternehmensmeldungen, etwa zu Bohrungen des Silberexplorers Trinity Silver in Chile oder zur ersten Ressourcenabschätzung von Prince Silver im Jahr 2027.

Die Einschätzung bleibt die Meinung eines einzelnen Marktteilnehmers

Schiffs Position ist eindeutig: Wer den Rückgang bei Gold und Silber als Ausstiegssignal deutet, könnte aus seiner Sicht die falsche Schlussfolgerung ziehen. Stattdessen plädiert er dafür, den Preisrückgang als Einstiegsmöglichkeit zu begreifen. Diese Sichtweise steht und fällt mit seiner Annahme, dass die Märkte die Widerstandskraft der US-Wirtschaft und die Inflationsbekämpfung der Federal Reserve überschätzen.

Für Privatanleger bedeutet das, die eigene Erwartung an die US-Konjunktur und die Geldpolitik kritisch zu prüfen und mit der eigenen Risikoneigung abzugleichen. Die Einschätzung ist eine Meinung eines Marktteilnehmers, keine Prognose mit Gewissheit. Anleger sollten sie als einen von mehreren möglichen Blickwinkeln auf den Edelmetallmarkt einordnen.

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