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KI-Speicher-ETF sammelt Milliarde an einem Tag – drei Aktien im Check

Der Roundhill Memory ETF begeistert Anleger. Western Digital, Sandisk und Micron Technology gehören zu seinen Top-Positionen.

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KI-Speicher-ETF sammelt Milliarde an einem Tag – drei Aktien im Check

Ein neuer börsengehandelter Fonds sorgt in der Investmentwelt für Aufsehen: Der Roundhill Memory ETF (DRAM) sammelte in seinem ersten Monat rund 5 Milliarden US-Dollar ein – davon allein eine Milliarde Dollar an einem einzigen Tag. Der Fonds ist weniger als zwei Monate alt und richtet sich an Anleger, die unkompliziert von der wachsenden Nachfrage nach KI-Infrastruktur profitieren möchten.

Der ETF investiert in ein Portfolio aus 13 Unternehmen, die in den Bereichen Arbeitsspeicher, Datenspeicherung und verwandte KI-Technologien tätig sind. Zu den prominentesten Positionen zählen Western Digital, Sandisk und Micron Technology – drei Aktien, die in den vergangenen zwölf Monaten teils spektakuläre Kursgewinne verzeichnet haben. Wer die Einzelwerte genauer unter die Lupe nimmt, findet sowohl überzeugende Wachstumsstorys als auch relevante Risiken.

Western Digital: Festplattenspeicher als KI-Profiteur

Western Digital profitiert massiv vom globalen Aufbau von Rechenzentren für KI-Anwendungen. Technologiekonzerne investieren weltweit Hunderte Milliarden US-Dollar in entsprechende Infrastruktur – und treiben damit die Nachfrage nach Hochleistungs-Festplattenspeichern in die Höhe. Im dritten Quartal stieg der Umsatz von Western Digital um 45 Prozent auf 3,3 Milliarden US-Dollar, während der verwässerte Non-GAAP-Gewinn je Aktie um 97 Prozent auf 2,72 US-Dollar kletterte.

Das Management zeigt sich zuversichtlich, dass dieser Trend anhält. „Wir sehen tatsächlich, dass die KI-gesteuerte Datenökonomie eine beispiellose Nachfrage nach zuverlässigen Hochleistungsspeichern mit hoher Kapazität auf HDDs schafft", erklärte das Unternehmen. Die hohe Nachfrage bei gleichzeitig begrenztem Angebot hat die Bruttomarge auf über 50 Prozent getrieben – nach weniger als 40 Prozent im Vorjahresquartal.

Anleger haben diese Entwicklung honoriert: Der Aktienkurs von Western Digital legte in den vergangenen zwölf Monaten um rund 1.000 Prozent zu. Trotz dieses enormen Anstiegs liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der letzten zwölf Monate bei unter 29 – und damit deutlich unter dem Durchschnitt des Tech-Sektors von 36. Das macht die Aktie im Vergleich zu anderen Technologiewerten noch relativ moderat bewertet.

Sandisk: Rechenzentren als Wachstumsmotor

Sandisk vertreibt ein breites Spektrum an Speicherprodukten – von tragbaren Laufwerken über PC- und Smartphone-Speicher bis hin zu Lösungen für Rechenzentren. Genau in diesem letzten Segment liegt das größte Wachstumspotenzial. Im dritten Quartal machten Rechenzentrumsspeicher bereits 25 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Der Jahresumsatz stieg um beeindruckende 251 Prozent auf knapp 6 Milliarden US-Dollar.

CEO David Goeckeler beschrieb die Dynamik im Markt deutlich: „Rechenzentren sind zu unserem am schnellsten wachsenden Markt geworden, und die Arbeitslasten, die diese Nachfrage antreiben – einschließlich Inferenz, logisches Schlussfolgern und agentenbasierte Systeme – stellen einen strukturellen und dauerhaften Wandel dar." Diese Aussage unterstreicht, dass es sich nicht um einen kurzfristigen Trend handelt, sondern um eine fundamentale Verschiebung in der Technologielandschaft.

Allerdings spiegelt sich das Wachstum bereits im Aktienkurs wider: Sandisk legte in den vergangenen zwölf Monaten rund 4.000 Prozent zu. Das aktuelle KGV der letzten zwölf Monate liegt bei etwa 53 – deutlich über dem Sektordurchschnitt. Wer jetzt einsteigt, zahlt also einen erheblichen Aufpreis und sollte sich dieser Bewertung bewusst sein.

Micron Technology: Umsatz fast verdreifacht

Auch Micron Technology profitiert vom aktuellen KI-Superzyklus in einem außergewöhnlichen Ausmaß. Der Umsatz stieg im dritten Quartal um 196 Prozent auf 23,9 Milliarden US-Dollar – eine Entwicklung, die das Unternehmen als direkte Folge der steigenden Nachfrage nach KI-Speicherlösungen wertet. Der Non-GAAP-Gewinn legte ebenfalls deutlich zu.

Für Anleger, die in den KI-Speichermarkt investieren möchten, bieten alle drei Unternehmen interessante Einstiegspunkte – jedoch mit unterschiedlichen Risikoprofilen. Die Speicherbranche gilt als zyklisch, was bedeutet, dass auf Boomphasen auch Abschwünge folgen können. Wer Einzelaktien aus diesem Segment kauft, sollte sich dieser Volatilität bewusst sein und eine entsprechende Risikobereitschaft mitbringen.

Der Roundhill Memory ETF bietet eine Möglichkeit, das Risiko auf mehrere Unternehmen zu verteilen. Mit 13 Positionen aus dem gesamten Speicher-Ökosystem können Anleger breiter diversifiziert am KI-Infrastrukturboom teilhaben, ohne auf einzelne Titel setzen zu müssen.

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