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VYMI vs. HDV: Welcher Dividenden-ETF überzeugt im Mai?

Zwei populäre Dividenden-ETFs, ein klarer Sieger: VYMI schlägt HDV über alle relevanten Zeiträume hinweg.

VYMI vs. HDV: Welcher Dividenden-ETF überzeugt im Mai?

Dividendeninvestoren stehen oft vor der Qual der Wahl: Welcher ETF liefert langfristig die bessere Rendite bei gleichzeitig niedrigen Kosten? Der Vanguard International High Dividend Yield ETF (VYMI) und der iShares Core High Dividend ETF (HDV) gehören zu den beliebtesten Optionen in diesem Segment – doch trotz ähnlicher Versprechen unterscheiden sie sich erheblich in ihrer Ausrichtung und Performance.

Beide Fonds werben mit hohen Dividendenrenditen und verlangen nahezu keine Gebühren. Dennoch zeigt ein genauerer Blick auf die Zahlen, dass VYMI gegenüber HDV die Nase vorn hat – und das nicht nur kurzfristig.

VYMI schlägt HDV über alle Zeiträume

Laut einer aktuellen Analyse von The Motley Fool hat der Vanguard International High Dividend Yield ETF den iShares Core High Dividend ETF über die letzten ein, drei, fünf und zehn Jahre übertroffen. Das ist eine bemerkenswerte Bilanz, die für Dividendeninvestoren ein klares Signal setzt: Die internationale Ausrichtung von VYMI hat sich langfristig ausgezahlt.

Ein wesentlicher Unterschied zwischen den beiden Fonds liegt in der Diversifikation. VYMI hält rund 1.600 Aktien aus aller Welt und bietet damit eine breite Streuung über verschiedene Länder, Branchen und Währungsräume. HDV hingegen konzentriert sich auf lediglich 74 Titel – ein deutlich engeres Portfolio, das zwar gezieltere Wetten ermöglicht, aber auch höhere Klumpenrisiken mit sich bringt.

US-Fokus von HDV: Sicherheit oder Bremse?

Der iShares Core High Dividend ETF setzt ausschließlich auf US-amerikanische Unternehmen. Das hat einen entscheidenden Vorteil: Anleger, die in Euro investieren, sind keinem Währungsrisiko ausgesetzt, das über den US-Dollar hinausgeht. Wechselkursschwankungen zwischen dem Dollar und anderen Währungen spielen bei HDV keine Rolle.

Doch diese Sicherheit hat ihren Preis. Der US-Fokus begrenzt gleichzeitig das Aufwärtspotenzial, wenn internationale Aktienmärkte eine Rallye erleben. In Phasen, in denen europäische, asiatische oder andere globale Märkte besonders stark performen, bleibt HDV außen vor – und genau das könnte ein Grund für die langfristige Underperformance gegenüber VYMI sein.

VYMI hingegen profitiert in solchen Phasen von seiner globalen Aufstellung. Mit rund 1.600 Positionen aus verschiedenen Regionen der Welt ist der Fonds breiter diversifiziert und kann von Wachstumsphasen außerhalb der USA profitieren. Für deutsche Privatanleger, die ohnehin in Euro investieren und bereits ein gewisses Währungsrisiko tragen, kann die internationale Diversifikation von VYMI ein zusätzlicher Vorteil sein.

Fazit für Dividendeninvestoren

Wer im Mai zwischen VYMI und HDV wählen muss, findet in der Analyse klare Argumente für den Vanguard-Fonds. Die überlegene Performance über alle betrachteten Zeiträume, die deutlich breitere Diversifikation mit rund 1.600 Titeln und die Möglichkeit, von internationalen Kursrallys zu profitieren, sprechen für VYMI.

HDV bleibt dennoch eine solide Option für Anleger, die bewusst auf US-amerikanische Dividendentitel setzen und das Währungsrisiko auf den Dollar beschränken möchten. Die Konzentration auf 74 Titel kann für manche Investoren sogar ein Vorteil sein, wenn sie gezielt auf bewährte US-Dividendenzahler setzen wollen.

Letztlich hängt die Entscheidung von der individuellen Anlagestrategie ab – doch die Zahlen sprechen im direkten Vergleich eine deutliche Sprache zugunsten von VYMI.

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