DRAM-Speicher-ETF legt fulminanten Start hin – gehebelte Version folgt
Der Roundhill Memory ETF DRAM legte seit Auflegung um fast 100% zu. Nun plant der Anbieter eine gehebelte Version.

Der Roundhill Memory ETF mit dem Kürzel DRAM hat seit seiner Auflegung am 2. April eine bemerkenswerte Performance hingelegt. Laut Daten von FactSet stieg der Fonds allein im laufenden Monat bis Montag um rund 40% – und seit seiner Erstnotiz sogar um mehr als 98%. Damit hat sich der Wert des ETF in weniger als zwei Monaten nahezu verdoppelt.
Der Fonds zieht rasch Kapital an und profitiert von der anhaltenden Euphorie rund um Speicheraktien. Aniket Ullal, Leiter der ETF-Forschung und -Analyse bei CFRA Research, erklärte gegenüber MarketWatch, dass der ETF Anlegern eine „spezifische und differenzierte Handelsidee" biete. Der Grund: DRAM ist der erste börsengehandelte Fonds, der sich gezielt auf Aktien aus dem Bereich High-Bandwidth Memory (HBM) konzentriert.
Was ist High-Bandwidth Memory?
High-Bandwidth Memory, kurz HBM, bezeichnet eine besonders schnelle und leistungsfähige Art von Arbeitsspeicher, der vor allem in Grafikprozessoren und KI-Beschleunigern zum Einsatz kommt. Die Technologie ist ein zentraler Baustein moderner KI-Infrastruktur und damit eng mit dem globalen Boom rund um künstliche Intelligenz verknüpft. Für Anleger bietet der Sektor damit eine direkte Möglichkeit, an der Nachfrage nach KI-Hardware zu partizipieren.
Der ETF richtet sich laut seiner Positionierung auch an Anleger, die Zugang zu dominanten Akteuren aus dem Ausland suchen – also zu Unternehmen, die an internationalen Börsen notiert sind und für viele deutsche Privatanleger sonst schwerer zugänglich wären. Über einen börsengehandelten Fonds lässt sich dieses Exposure bequem und kostengünstig abbilden.
Gehebelte Version als nächster Schritt
Nach dem fulminanten Start plant Roundhill nun die Auflage einer gehebelten Version des DRAM-ETF. Gehebelte ETFs verstärken die täglichen Kursbewegungen des zugrunde liegenden Index – in der Regel um den Faktor zwei oder drei. Sie eignen sich daher vor allem für erfahrene Anleger mit kurzfristigem Handelshorizont und sind mit erhöhten Risiken verbunden.
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Zur AktienanalyseDie Fondsbranche reagiert damit auf die wachsende Nachfrage nach spezialisierten Anlageprodukten im Technologiebereich. Thematische ETFs, die sich auf eng definierte Sektoren wie Speicherchips, KI oder Halbleiter konzentrieren, erfreuen sich bei Privatanlegern zunehmender Beliebtheit. Der Erfolg des DRAM-ETF dürfte weitere Anbieter ermutigen, ähnliche Produkte auf den Markt zu bringen.
Für deutsche Anleger ist der Trend zu spezialisierten Halbleiter-ETFs besonders relevant, da der europäische Markt in diesem Segment bislang weniger Auswahl bietet als der US-amerikanische. Produkte wie der Roundhill Memory ETF ermöglichen es, gezielt auf einzelne Technologiethemen zu setzen – mit allen Chancen, aber auch den entsprechenden Risiken einer konzentrierten Sektorwette.


