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KI-Rally beflügelt globale Aktienfonds mit Milliarden-Zuflüssen

Nach einer Woche mit Abflüssen kehren Anleger zurück – Nvidia-Euphorie und US-Iran-Waffenstillstand treiben die Nachfrage.

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KI-Rally beflügelt globale Aktienfonds mit Milliarden-Zuflüssen

Globale Anleger haben in der Woche bis zum 27. Mai netto 457,57 Millionen US-Dollar in Aktienfonds investiert. Das ist eine deutliche Kehrtwende gegenüber der Vorwoche, in der noch Nettoabflüsse von 6,56 Milliarden US-Dollar verzeichnet wurden. Als treibende Kraft gilt die anhaltende Rally bei KI-bezogenen Aktien, die die Stimmung an den Märkten spürbar aufgehellt hat. Die Daten stammen vom Datenanbieter LSEG Lipper, der 28.882 Fonds ausgewertet hat.

Rückenwind erhielten die Märkte insbesondere durch Nvidia, das eine robuste Nachfrage nach seinen Flaggschiff-KI-Chips hervorgehoben hatte. Technologieaktien waren daraufhin besonders gefragt. Zusätzlich sorgte eine Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran zur Verlängerung ihres Waffenstillstands für Erleichterung – wenngleich diese noch der endgültigen Genehmigung harrt. Der MSCI World Index erreichte am Freitag infolgedessen ein Rekordhoch von 1.129,06 Punkten.

Regionale Unterschiede: USA und Europa im Plus, Asien mit Abflüssen

Regional zeigt sich ein gemischtes Bild. US-Aktienfonds zogen netto 1,97 Milliarden US-Dollar an, europäische Fonds verbuchten ein Plus von netto 678 Millionen US-Dollar. Asiatische Fonds hingegen verzeichneten Nettoabflüsse in Höhe von 3,92 Milliarden US-Dollar – ein deutliches Zeichen, dass die Risikobereitschaft der Anleger regional sehr unterschiedlich ausgeprägt ist.

Sektorfonds profitierten besonders stark von der KI-Euphorie. Insgesamt flossen netto 5,14 Milliarden US-Dollar in Sektorfonds. Technologiefonds führten dabei mit Zuflüssen von netto 4,98 Milliarden US-Dollar die Rangliste an, gefolgt von Finanzwerte-Fonds mit netto 1,05 Milliarden US-Dollar.

Rentenfonds auf Erfolgskurs – Geldmarktfonds mit Abflüssen

Globale Rentenfonds setzten ihre beeindruckende Gewinnserie fort und verzeichneten die achte Woche in Folge Zuflüsse – diesmal in Höhe von netto 18,15 Milliarden US-Dollar. Besonders gefragt waren Kurzläufer-Rentenfonds mit netto 3,67 Milliarden US-Dollar, auf Euro lautende Rentenfonds mit netto 3,16 Milliarden US-Dollar sowie Unternehmensanleihenfonds mit netto 1,4 Milliarden US-Dollar. Für deutsche Anleger ist dabei der starke Zufluss in Euro-Rentenfonds besonders bemerkenswert.

Geldmarktfonds erlebten hingegen eine Trendwende: Nach Nettozuflüssen von 18,12 Milliarden US-Dollar in der Vorwoche flossen nun netto 4,46 Milliarden US-Dollar ab. Dies könnte darauf hindeuten, dass Anleger Kapital aus sicheren Parkpositionen heraus und in renditestärkere Anlageklassen umschichten.

Schwellenländer und Edelmetalle weiter unter Druck

Edelmetallfonds, darunter auch Goldfonds, verzeichneten Nettoabflüsse von 584 Millionen US-Dollar. Es war bereits der vierte wöchentliche Rückgang innerhalb von fünf Wochen – ein Zeichen, dass die Nachfrage nach dem klassischen sicheren Hafen nachlässt, wenn die Risikobereitschaft steigt.

In den Schwellenländern setzt sich der negative Trend fort. Aktienfonds aus Emerging Markets verzeichneten Nettoabflüsse von 4,45 Milliarden US-Dollar – bereits die fünfte Woche in Folge mit Mittelabflüssen. Lediglich Schwellenländer-Rentenfonds konnten sich mit Zuflüssen von netto 1,08 Milliarden US-Dollar positiv abheben.

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