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Goldnachfrage erreicht 2024 Rekordwert von 5.002 Tonnen

World Gold Council meldet Allzeithoch bei Investitionen, während Schmucknachfrage deutlich zurückgeht.

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Goldnachfrage erreicht 2024 Rekordwert von 5.002 Tonnen

Die weltweite Goldnachfrage hat 2024 mit 5.002 Tonnen ein neues Allzeithoch erreicht. Das entspricht einem Anstieg von einem Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie der World Gold Council (WGC) am Donnerstag mitteilte. Der Rekord wurde vor allem durch massive Investitionszuflüsse getrieben, während hohe Preise die Schmuckkäufer abschreckten.

Der Goldpreis erreichte am Mittwoch erstmals die Marke von 2.300 US-Dollar je Unze und legte seit Jahresbeginn um 22 Prozent zu. Im Gesamtjahr 2024 war das Edelmetall bereits um 27 Prozent gestiegen. Geopolitische Spannungen und nachlassendes Vertrauen in den US-Dollar trieben Anleger verstärkt in den sicheren Hafen Gold.

Investmentnachfrage auf Rekordhoch

Die Investmentnachfrage schnellte 2024 um 84 Prozent auf den Rekordwert von 2.175 Tonnen nach oben. Goldgedeckte Exchange Traded Funds (ETFs) verzeichneten Zuflüsse von 801 Tonnen. Die Nachfrage nach Barren und Münzen sprang um 16 Prozent auf ein 12-Jahres-Hoch von 1.371 Tonnen.

"Die größte Frage in diesem Jahr wird sein, ob die Investmentnachfrage stark genug sein wird, um die Stärke des Goldmarktes aufrechtzuerhalten", sagte John Reade, leitender Marktstratege beim World Gold Council. Der WGC erwartet für 2025 ein weiteres Jahr mit starken Zuflüssen in ETFs sowie eine robuste Nachfrage nach physischem Gold.

Schmucknachfrage bricht ein

Die Rekordpreise hinterließen deutliche Spuren bei der Schmucknachfrage. Diese sank 2024 um 18 Prozent auf 1.633 Tonnen. Besonders dramatisch war der Rückgang in China, dem weltweit größten Goldmarkt. Dort brachen die Schmuckkäufe um 24 Prozent ein und erreichten den niedrigsten Stand seit 2009.

Die Zentralbanken kauften 2024 insgesamt 863 Tonnen Gold und blieben damit wichtige Nachfrager. Für 2025 rechnet der WGC allerdings mit einem leichten Rückgang auf 850 Tonnen. Dennoch würden die Käufe im Vergleich zum Niveau vor 2022 weiterhin hoch bleiben.

Goldreserven der Zentralbanken wachsen

Der Goldanteil an den weltweiten Währungsreserven nähert sich nach den aktiven Käufen der vergangenen Jahre dem Niveau der frühen 1990er Jahre an. Viele Zentralbanken verwalten Gold außerhalb ihrer formalen Reserve-Rahmenwerke. Einige zielen laut WGC eher auf Volumina als auf Werte ab, was es schwierig macht, einen "Sättigungspunkt" für die Gesamtnachfrage zu identifizieren.

Das Goldangebot stieg 2024 minimal auf 5.001 Tonnen. Die Minenproduktion legte um 0,5 Prozent auf 3.671 Tonnen zu. Recyclinggold steuerte 1.403 Tonnen bei, drei Prozent mehr als im Vorjahr. Die Technologienachfrage blieb mit 322 Tonnen nahezu stabil.

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