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Goldpreis auf Rekordhoch: Trump-Aussagen treiben Edelmetall über 5.300 Dollar

Achter Gewinntag in Folge – Dollar-Schwäche und geopolitische Spannungen befeuern historische Rallye

Goldpreis auf Rekordhoch: Trump-Aussagen treiben Edelmetall über 5.300 Dollar

Der Goldpreis hat am Mittwochmorgen ein neues Allzeithoch erreicht und kletterte auf bis zu 5.311 US-Dollar je Feinunze. Damit setzt das Edelmetall seine beeindruckende Rallye fort und verzeichnet den achten aufeinanderfolgenden Handelstag mit Kursgewinnen. Auslöser für den jüngsten Anstieg waren Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der sich unbesorgt über die aktuelle Dollar-Schwäche zeigte.

Die Notierung legte im frühen Handel um bis zu 1,75 Prozent zu. Da Gold überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, macht ein schwächerer Greenback das Edelmetall für Anleger aus anderen Währungsräumen attraktiver. Allein in den vergangenen anderthalb Wochen stieg der Goldpreis um fast 700 Dollar oder knapp 15 Prozent. Seit Jahresbeginn beträgt das Plus bereits rund 22 Prozent.

Die Geschwindigkeit des Anstiegs ist historisch bemerkenswert: Während der Sprung von 1.000 auf 2.000 Dollar noch etwa ein Jahrzehnt dauerte, kletterte die Notierung allein im Jahr 2025 um mehr als 2.000 Dollar. Im Vorjahr hatte Gold bereits ein Plus von 65 Prozent verzeichnet – das stärkste Jahresplus seit 1979. Bereits am Montag war die psychologisch wichtige Marke von 5.100 US-Dollar durchbrochen worden.

Geopolitische Krisen als Preistreiber

Experten führen die anhaltende Flucht in das Edelmetall auf ein komplexes Geflecht aus geopolitischen Spannungen und strukturellen Marktrisiken zurück. Gold festigt damit seine traditionelle Rolle als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten. Als wesentliche Treiber gelten die volatile Lage im Iran sowie protektionistische Tendenzen aus Washington.

Besonders die Zolldrohungen von US-Präsident Trump gegen acht europäische Staaten im Zusammenhang mit dem Grönland-Konflikt schüren die Sorge vor einem transatlantischen Handelskrieg. Ab dem 1. Februar könnten Zölle von zunächst zehn Prozent greifen, die möglicherweise auf 25 Prozent steigen. Diese Unsicherheit treibt Investoren verstärkt in liquide und wertbeständige Anlagen.

Stephen Innes vom Vermögensverwalter SPI Asset Management betont, dass viele Notenbanken bereits seit längerem mit Goldkäufen auf strukturelle Risiken reagieren. Insbesondere die chinesische und indische Zentralbank hätten ihre Goldreserven aufgestockt. Hinzu kommen zunehmende Sorgen hinsichtlich ausufernder Staatsverschuldungen weltweit sowie Sanktions- und Zollrisiken.

Silber profitiert ebenfalls

Auch Silber legte nach Trumps Äußerungen kräftig zu und stieg am Mittwochmorgen um weitere drei Prozent auf 115,50 Dollar. Damit blieb es jedoch unter dem am Montag erreichten Höchststand von 117,71 Dollar, als der Preis um bis zu 14 Prozent in die Höhe geschossen war. Silber entwickelte sich in den vergangenen Monaten sogar noch dynamischer als Gold.

In diesem Jahr verteuerte sich das Industriemetall um fast 60 Prozent, nachdem es 2025 bereits um knapp 150 Prozent gestiegen war. Silber profitiert dabei von seiner Doppelrolle als Edelmetall und wichtiger Rohstoff für Zukunftstechnologien. Die steigende Nachfrage aus den Bereichen Künstliche Intelligenz, Robotik und erneuerbare Energien stützt zusätzlich die Preise.

Marktbeobachter rechnen angesichts der fundamentalen politischen Spannungen vorerst nicht mit einer grundlegenden Trendwende bei den Edelmetallpreisen. Solange die geopolitischen Unsicherheiten anhalten und die Notenbanken ihre Goldkäufe fortsetzen, dürfte die Nachfrage nach sicheren Häfen hoch bleiben.

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