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Evercore setzt auf Nasdaq-100-Calls und zieht Parallele zu den 1980ern

Die Investmentbank Evercore empfiehlt leicht aus dem Geld liegende Nasdaq-100-Kaufoptionen und vergleicht Trump, Jeffries und Warsh mit Reagan, O'Neill und Volcker.

• 2 Min
Evercore setzt auf Nasdaq-100-Calls und zieht Parallele zu den 1980ern

Die US-Investmentbank Evercore setzt auf eine mögliche Erholung an den Aktienmärkten. Wie der Finanzdienst MarketWatch berichtet, empfiehlt das Haus leicht aus dem Geld liegende Kaufoptionen auf den Nasdaq-100. Mit dieser Strategie können Anleger überproportional von einem Kursanstieg des Technologieindex profitieren, ohne das Kapital für den direkten Kauf der zugrunde liegenden Aktien aufbringen zu müssen.

Eine Kaufoption räumt dem Käufer das Recht auf einen späteren Aktienkauf ein

Eine Kaufoption, im Fachjargon Call genannt, räumt dem Käufer das Recht ein, einen Basiswert bis zu einem festgelegten Zeitpunkt zu einem vorher vereinbarten Preis zu erwerben. Liegt dieser Ausübungspreis über dem aktuellen Kurs des Basiswerts, spricht man von einer Option „aus dem Geld“ (out of the money). Solche Kontrakte sind günstiger als Optionen, die bereits im Geld liegen, reagieren dafür aber stärker auf Kursbewegungen des zugrunde liegenden Index.

Evercore begründet die Empfehlung mit einem historischen Vergleich. In den 1980er Jahren hätten drei Akteure eine Börsenerholung vorangetrieben: ein republikanischer Präsident, ein demokratischer Sprecher des Repräsentantenhauses und ein geldpolitisch streng agierender Vorsitzender der US-Notenbank Federal Reserve.

Evercore vergleicht Trump, Jeffries und Warsh mit Reagan, O'Neill und Volcker

Konkret nennt der Bericht die damaligen Protagonisten: Präsident Ronald Reagan, den demokratischen Sprecher des Repräsentantenhauses Tip O'Neill und den Fed-Vorsitzenden Paul Volcker. Die zentrale Frage, die Evercore aufwirft, lautet, ob Donald Trump, Hakeem Jeffries und Kevin Warsh heute dieselben Rollen einnehmen können wie Reagan, O'Neill und Volcker damals.

Die Parallele setzt auf parteiübergreifende Zusammenarbeit. Reagan, ein Republikaner, und O'Neill, ein Demokrat, standen für zwei unterschiedliche politische Lager. Volcker wiederum verkörperte eine geldpolitisch strenge Federal Reserve, die nach Darstellung des Berichts eine Erholung der Börse vorantrieb.

Deutsche Anleger können über Optionen auf eine Nasdaq-Erholung setzen

Für deutsche Privatanleger ist die Empfehlung vor allem als Stimmungsbild interessant. Der Nasdaq-100 bündelt die 100 größten nicht-finanziellen Unternehmen der Technologiebörse Nasdaq und gilt als Barometer für den Technologiesektor. Wer auf eine Erholung setzen will, kann dies über Optionen tun — trägt allerdings das Risiko, dass die gezahlte Prämie verfällt, wenn der erhoffte Kursanstieg ausbleibt.

Evercore positioniert sich mit der Empfehlung erkennbar optimistisch. Der Verweis auf die 1980er Jahre dient als Argument, dass eine bestimmte politische Konstellation — ein republikanischer Präsident, ein demokratischer Kongressführer und eine strenge Notenbank — gemeinsam eine Börsenerholung auslösen kann. Ob sich diese Konstellation heute wiederholt, lässt der Bericht offen.

Der Zeitpunkt der Veröffentlichung fällt in eine Phase, in der Anleger nach Signalen für die weitere Richtung der Märkte suchen. Der Vergleich mit den 1980er Jahren ist dabei bewusst gewählt: Er verknüpft Geldpolitik, Politik und Börse miteinander. Evercore nutzt diese historische Analogie, um die Chancen einer Erholung zu untermauern.

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