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China blockiert SoftBank-Deal: 5,4 Milliarden Dollar für ABB-Robotik

Peking stoppt den Erwerb der ABB-Robotiksparte durch SoftBank und verschärft damit die Kontrolle über KI-Technologie.

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China blockiert SoftBank-Deal: 5,4 Milliarden Dollar für ABB-Robotik

China hat den Erwerb der Robotiksparte des schweizerischen Industriekonzerns ABB durch den japanischen Technologieinvestor SoftBank blockiert. Das Transaktionsvolumen lag bei 5,4 Milliarden US-Dollar. Für SoftBank ist die Entscheidung ein empfindlicher Rückschlag, während Peking die Ausfuhr hochtechnologischer Güter an ausländische Konkurrenten weiter verschärft.

Der in Zürich ansässige ABB-Konzern teilte am Donnerstag mit, dass SoftBank über die Entscheidung einer chinesischen Regierungsbehörde informiert worden sei, die ausländische Investitionen prüft. Die ABB-Aktie (Ticker: ABBN) gab im Zuge der Nachricht um 0,77 Prozent nach.

SoftBank hatte den Deal im Oktober 2025 angekündigt. Eine Stellungnahme zu der Entscheidung lehnte das Unternehmen ab. China ist der wichtigste Markt für das Robotergeschäft von ABB, weshalb die Transaktion von der Zustimmung Pekings abhängig war. Damit stand der Deal von Beginn an unter dem Vorbehalt der chinesischen Prüfbehörde.

Die Blockade ist der jüngste Rückschlag für SoftBank

Für den japanischen Konzern ist es der jüngste Schlag in einer Reihe von Rückschlägen der vergangenen Monate. SoftBank gilt als einer der aggressivsten Investoren im Bereich der künstlichen Intelligenz und hat Milliardenbeträge in Technologie-Wetten gesteckt. Mit dem ABB-Deal wollte der Konzern diese Strategie auf die Industrierobotik ausweiten.

SoftBank hatte auf den Erwerb der ABB-Robotiksparte gesetzt, um damit einen breiteren Vorstoß in physische Anwendungen der KI zu markieren. Die Sparte stellt Roboterarme und andere Geräte für Fertigung und Logistik her und steht damit an der Schnittstelle zwischen Software und realer Produktion.

Die Robotiksparte sollte den Kern einer neuen Einheit innerhalb von SoftBank bilden. Diese Einheit trägt den Namen Roze AI und sollte noch in diesem Jahr per Börsengang ausgegliedert werden. Mit diesem Schritt wollte SoftBank das Geschäft mit Industrierobotern an den Kapitalmarkt bringen.

Peking entscheidet über grenzüberschreitende Technologiegeschäfte

Die Entscheidung aus China zeigt, wie stark Peking inzwischen über Übernahmen im Technologiesektor mitentscheidet. Weil China für ABB der wichtigste Absatzmarkt im Robotergeschäft ist, reichte die Prüfung durch eine chinesische Regierungsbehörde aus, um den gesamten Deal zu stoppen. Für Investoren bedeutet das: Bei Transaktionen mit Technologiebezug ist die Zustimmung aus Peking ein zentraler Faktor.

Für ABB selbst bleibt die Robotiksparte vorerst im Konzern. Das Management des schweizerischen Unternehmens muss nun neu bewerten, wie das Geschäft mit Roboterarmen und Logistikgeräten künftig aufgestellt werden soll. Der geplante Verkauf an SoftBank ist damit vom Tisch.

Für deutsche Anleger ist der Fall insofern relevant, als er die wachsende Kontrolle Chinas über Schlüsseltechnologien verdeutlicht. Wer in Unternehmen mit starker China-Exposition investiert, sollte regulatorische Risiken stärker gewichten. Der abgesagte Milliarden-Deal ist ein Beispiel dafür, wie schnell sich die Rahmenbedingungen für internationale Übernahmen ändern können.

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