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Auto- und Transportsektor: Pirelli, DHL und J&T im Analystencheck

Citi stuft Pirelli herab, sieht aber weiter solide Fundamentaldaten. DHL übertrifft Erwartungen, J&T Global Express wächst stark.

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Auto- und Transportsektor: Pirelli, DHL und J&T im Analystencheck

Der Automobil- und Transportsektor steht erneut im Fokus der Analysten. Gleich drei Unternehmen – der italienische Reifenhersteller Pirelli, der Hongkonger Logistikdienstleister J&T Global Express und der deutsche Konzern DHL Group – rücken mit neuen Einschätzungen führender Banken in den Mittelpunkt des Marktgeschehens.

Citi stuft Pirelli trotz positiver Fundamentaldaten herab

Die Aktien von Pirelli haben seit Jahresbeginn eine starke Performance gezeigt. Genau das veranlasst die US-Großbank Citi nun zu einer Neubewertung: Sie stuft die Aktie von „Buy" auf „Neutral" herab. Das Kursziel hebt Citi dabei leicht von 7,40 Euro auf 7,50 Euro an. Die Aktien reagierten auf die Herabstufung mit einem Rückgang von 2,6 Prozent auf 6,75 Euro.

Citi betont, die Jahresprognose von Pirelli weiterhin als erreichbar zu betrachten. Das Unternehmen biete starke defensive Eigenschaften sowie einen verlässlichen Ausblick für Marge und freien Cashflow – Qualitäten, die im europäischen Automobilsektor als selten gelten. Sollte sich der Ausblick für EU-Zulieferer und -Hersteller weiter verschlechtern, könnten genau diese Merkmale eine weitere Neubewertung bei Pirelli ermöglichen, so die Analysten. Das Chance-Risiko-Verhältnis sieht Citi nach dem starken Kursanstieg nun als ausgewogener an.

J&T Global Express mit starkem Quartalswachstum

Erfreuliche Nachrichten kommen aus Hongkong: J&T Global Express, ein an der Hongkonger Börse notierter Logistikdienstleister, meldete für das zweite Quartal einen Anstieg des gesamten Paketvolumens um 24 Prozent. Besonders dynamisch entwickelte sich das Südostasien-Geschäft mit einem Plus von 63 Prozent, während das China-Geschäft um 11 Prozent zulegte.

Citi wertet diese operativen Daten als positives Signal für die Halbjahreszahlen und eröffnet einen 90-Tage-„Upside-View" für die Aktie. Die Einstufung „Buy" sowie das Kursziel von 15,00 Hongkong-Dollar bleiben unverändert. Das Wachstum im Südostasien-Segment lag leicht über den Erwartungen der Bank, was laut Analysten vor allem auf Investitionen wichtiger Geldgeber in der Region und die Ausweitung der Marktanteile von J&T zurückzuführen ist. Auch das Wachstum in China gilt als widerstandsfähig – das Unternehmen prognostiziert für das Gesamtjahr ein Plus von 10 Prozent, trotz verhaltenem Branchenwachstum. Die Aktien stiegen um 0,7 Prozent auf 9,54 Hongkong-Dollar.

DHL Group übertrifft Konsens deutlich

Beim deutschen Logistikkonzern DHL Group überraschten die Quartalszahlen positiv: Das EBIT im zweiten Quartal lag um 20 Prozent über dem Marktkonsens. Die Analysten von Bernstein weisen jedoch darauf hin, dass die angehobene Jahresprognose keine signifikanten Erwartungen für ein besseres zweites Halbjahr impliziere.

Dies könnte laut Bernstein entweder auf Vorsicht seitens des Managements hindeuten oder darauf, dass der aktuelle Rückenwind nur vorübergehender Natur ist. Konkret nennen die Analysten die Wiederherstellung von Luftfrachtkapazitäten und eine mögliche Entspannung geopolitischer Konflikte als potenzielle Gegenwindfaktoren. Positiv heben die Analysten hervor: „Die Nachfrage bleibt robust, ohne sichtbare Belastungen durch die Inflation." Die DHL-Aktie schloss 1,7 Prozent höher bei 56,68 Euro.

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