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Australiens Aktienmarkt legt 2,61 Prozent zu – Gold und IT treiben an

Der S&P/ASX 200 schließt 2,61 Prozent höher bei einem Monatshoch; Gold-, IT- und Bergbautitel führen die Gewinne an, während AP Eagers auf Fünfjahrestief fällt.

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Australiens Aktienmarkt legt 2,61 Prozent zu – Gold und IT treiben an

Die australischen Aktienmärkte haben am Donnerstag im Nachhandel deutlich zugelegt. Am Ende des Handelstags in Sydney stieg der S&P/ASX 200 um 2,61 Prozent und erreichte damit ein neues Hoch auf Monatsniveau. Gewinne in den Sektoren Gold, IT sowie Metalle und Bergbau trieben die Kurse nach oben. Für den Markt ist das ein kräftiger Befreiungsschlag nach einer zuletzt belastenden Phase.

Bemerkenswert ist die Breite der Aufwärtsbewegung. An der Börse von Sydney übertraf die Anzahl der steigenden Aktien die der fallenden mit 878 zu 226 deutlich, 303 Titel blieben unverändert. Eine solche Relation signalisiert, dass nicht nur einige wenige Schwergewichte den Index nach oben zogen, sondern der Großteil des Marktes profitierte. Das unterscheidet diese Sitzung von typischen Erholungsbewegungen, die oft auf einzelne Sektoren beschränkt bleiben.

Nextdc führt die Gewinnerliste mit einem Kurssprung von 48 Prozent an

An der Spitze des S&P/ASX 200 stand Nextdc Ltd (ASX: NXT) mit einem Plus von 48,09 Prozent beziehungsweise 3,14 Punkten auf 9,67. Der Rechenzentrumsbetreiber zählt damit zu den stärksten Einzelwerten der Sitzung. Champion Iron Ltd (ASX: CIA) legte um 17,28 Prozent beziehungsweise 0,31 Punkte auf 2,07 zu. Neuren Pharmaceuticals Ltd (ASX: NEU) verzeichnete im späten Handel einen Anstieg von 16,84 Prozent beziehungsweise 3,33 Punkten auf 23,11. Die drei Titel decken unterschiedliche Branchen ab – Infrastruktur, Rohstoffe und Biotech –, was die breit angelegte Erholung zusätzlich unterstreicht.

Auf der Verliererseite stand AP Eagers Ltd (ASX: APE) mit einem Abschlag von 12,80 Prozent beziehungsweise 2,45 Punkten auf 16,69. Die Aktie des Autohändlers markierte damit ein Fünfjahres-Tief. Codan Ltd (ASX: CDA) sank um 5,47 Prozent beziehungsweise 3,27 Punkte auf 56,54. Woodside Energy Group Ltd (ASX: WDS) gab um 5,41 Prozent beziehungsweise 1,76 Punkte auf 30,79 nach. Der Energiekonzern litt unter dem gleichzeitigen Rückgang der Ölpreise, der im Rohstoffhandel sichtbar wurde.

Der Volatilitätsindex VIX steigt gegen den Markttrend

Ein Detail verdient Aufmerksamkeit: Der S&P/ASX 200 VIX, der die implizite Volatilität von S&P/ASX-200-Optionen misst, stieg um 3,11 Prozent auf 11,65 und erreichte damit ebenfalls ein neues Hoch auf Monatsniveau. Normalerweise sinkt die erwartete Schwankungsbreite an kräftigen Gewinntagen. Der gegenläufige Anstieg deutet darauf hin, dass Marktteilnehmer trotz der Rally weiterhin Absicherungsbedarf sehen. Ein VIX-Stand von 11,65 bleibt historisch betrachtet allerdings niedrig und spricht nicht für eine ausgeprägte Stressphase.

Am Rohstoffmarkt zog Gold deutlich an. Die Futures für die Lieferung im Dezember legten um 1,39 Prozent beziehungsweise 56,60 US-Dollar auf 4.129,60 US-Dollar pro Feinunze zu. Das stützt traditionell die Goldminenwerte im ASX 200. Im übrigen Rohstoffhandel fiel Rohöl für die Lieferung im Dezember um 1,04 Prozent beziehungsweise 0,92 US-Dollar auf 87,20 US-Dollar pro Barrel. Der Brent-Ölkontrakt für Januar gab um 0,48 Prozent nach. Diese Entwicklung erklärt einen Teil des Drucks auf Woodside Energy.

Der australische Dollar zeigt sich am Devisenmarkt nahezu unverändert

Am Devisenmarkt bewegte sich der australische Dollar kaum. AUD/USD lag mit 0,70 nahezu unverändert, der Wert notierte 0,07 Prozent tiefer. AUD/JPY fiel um 0,30 Prozent auf 110,66. Die Futures des US-Dollar-Index lagen bei 101,11 und waren um 0,31 Prozent gesunken. Ein schwächerer Dollar-Index ist für rohstoffnotierte Währungen wie den Australier häufig ein unterstützender Faktor.

Für deutsche Anleger ist der Blick auf Sydney vor allem wegen der Sektorstruktur interessant. Der S&P/ASX 200 gilt als vergleichsweise rohstofflastiger Index, in dem Bergbau- und Energietitel ein größeres Gewicht haben als in europäischen Leitindizes. Gold- und Metallwerte reagieren damit unmittelbarer auf die Preisentwicklung an den Rohstoffmärkten. Die Sitzung vom Donnerstag zeigt diesen Mechanismus in beide Richtungen: Während Gold- und Bergbautitel zu den Gewinnern zählten, mussten Energiewerte angesichts fallender Ölpreise abgeben. Die breite Marktstärke mit 878 steigenden gegenüber 226 fallenden Titeln bleibt das dominierende Signal dieser Handelssitzung.

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