Alex Metals meldet 11,7 Meter mit 1,71 Prozent Kupfer in Alaska
Erste Bohrungen am KSO-Projekt in Südost-Alaska treffen kupfer- und goldreiche VMS-Mineralisierung; sechs von acht Löchern schlugen an.

Alex Metals Corp. hat die ersten Bohrergebnisse seines Erstprogramms am KSO-Projekt in Südost-Alaska veröffentlicht. An der Khayyam-Targetzone stieß das Unternehmen auf kupfer- und goldreiche vulkanogen-massive Sulfid-Mineralisierung, kurz VMS. Sechs der acht Erstbohrungen ergaben nach Angaben des Unternehmens VMS-Mineralisierung, die Ergebnisse einer Bohrung stehen noch aus.
Das wichtigste Intervall stammt aus dem Bohrloch KY26-009: 11,7 Meter mit 1,71 Prozent Kupfer und 1,92 Gramm Gold pro Tonne. Darin enthalten ist ein Abschnitt von 6,4 Metern mit 2,29 Prozent Kupfer, 2,95 Gramm Gold pro Tonne und 1,03 Prozent Zink. Für einen ersten Test eines neuen Zielgebiets sind das ungewöhnlich deutliche Werte – und sie fallen in einem Projekt, das sich noch in einem sehr frühen Erkundungsstadium befindet.
Die übrigen Löcher stützen das Bild. KY26-007 durchschnitt 24,2 Meter mit 1,05 Prozent Kupfer und 0,61 Gramm Gold pro Tonne, einschließlich 8,0 Metern mit 2,25 Prozent Kupfer und 0,96 Gramm Gold pro Tonne. KY26-001 erbrachte 5,4 Meter mit 2,27 Prozent Kupfer und 1,52 Gramm Gold pro Tonne, was einem Kupferäquivalent von 4,25 Prozent entspricht. KY26-008 lieferte 15,9 Meter mit 0,50 Prozent Kupfer und 0,65 Gramm Gold pro Tonne, darunter 2,7 Meter mit 1,24 Prozent Kupfer und 2,22 Gramm Gold pro Tonne.
Die Details
Das Bohrprogramm war nach Unternehmensangaben darauf ausgelegt, unterhalb der oberflächennahen massiven Sulfide zu testen. An der Oberfläche treten diese massiven Sulfide als acht Linsen aus Pyrit, Chalkopyrit, Magnetit, Pyrrhotin und Sphalerit über ein stratigraphisches Intervall von 70 Metern und entlang einer Streichlänge von 300 Metern zutage. Diese Ausbisse waren der eigentliche Anlass für das Programm: Sie zeigen, wo das mineralisierte System an die Erdoberfläche reicht, und liefern damit die Orientierung für die Bohrungen in die Tiefe.
Bemerkenswert ist die Bandbreite der gemeldeten Abschnitte. Neben dem hochgradigen Kern in KY26-009 stehen breitere, niedriger gradige Intervalle wie jene 24,2 Meter in KY26-007 und 15,9 Meter in KY26-008. Genau diese Mischung aus Mächtigkeit und Gehalt ist bei VMS-Systemen typisch, weil die Mineralisierung in Linsen und stockwerkartigen Zonen auftritt und nicht in einer einzigen durchgehenden Ader.
Gwen Preston, Präsidentin und CEO von Alex Metals, ordnete den Fund so ein: „Mehrere Intervalle von halbmassen bis massiven Sulfiden mit starken Kupfer- und Goldgehalten bei einem ersten Test eines neuen Targets sind selten und vielversprechend.“
Neben Khayyam rückt ein zweites Ziel in den Fokus. Eine elektromagnetische SkyTEM-Umgebungserhebung aus dem Jahr 2025 umriss leitfähige Anomalien bei Khayyam und Stumble-On und identifizierte ein großes neues Target zwei Kilometer westlich von Khayyam, das nun Triple G genannt wird. Historische Aufzeichnungen über Mineralisierungen in der Nähe von Triple G liegen nicht vor. Die Feldarbeiten von Alex Metals ergaben dort jedoch mehrere Ausstreuungen massiver Sulfide und sulfidischer Adern, silikatische Horizonte, die als Exhalite interpretiert werden, sowie die größte Region der VMS-bezogenen Aktinolith-Granat-Veränderung, die auf dem Grundstück bisher identifiziert wurde. Vier Bohrungen von zwei Plattformen aus testeten das Target; die Ergebnisse stehen noch aus.
Das Erstprogramm am KSO umfasste nach Unternehmensangaben 3.058 Meter und wurde über zwei Monate abgeschlossen. Ergänzt wurde es durch Prospektion, Kartierung, eine UAV-gestützte magnetische und photogrammetrische Erhebung, boden- und bohrlochgestützte elektromagnetische Erhebungen sowie Boden- und Kanalprobenahmen. Das KSO-Projekt umfasst 1.413,6 Hektar in Südost-Alaska. Die technischen Informationen der Veröffentlichung wurden von Darwin Green, Vorsitzender des Unternehmens, geprüft; er ist eine qualifizierte Person gemäß NI 43-101.
Hintergrund: Was bisher geschah
Bereits am 07.10.2026 berichtete aktien.news, dass Alex Metals Corp. (TSXV: ALX) sein Feldprogramm für 2026 in Südost-Alaska abgeschlossen hat. Damals teilte das Unternehmen mit, das Erstpass-Programm habe über 6.000 Meter Bohrungen zur Prüfung von vier Zielgebieten an zwei Projekten umfasst. Ergänzt worden seien die Arbeiten durch Kartierungen, Probenahmen und geophysikalische Untersuchungen an allen drei Projekten im Portfolio. Zum damaligen Zeitpunkt standen die Ergebnisse aller Bohrungen noch aus, erste Analysen wurden jedoch in Kürze erwartet. Mit der nun veröffentlichten Meldung liegen diese ersten Resultate für die Khayyam-Zone vor – und sie bestätigen, dass das Unternehmen im angekündigten Zeitrahmen geliefert hat.
Was das für Anleger bedeutet
Für deutsche Privatanleger ist die Einordnung wichtig: Bohrergebnisse sind Erkundungsergebnisse, keine Ressourcenschätzung. Aus den gemeldeten Abschnitten lässt sich noch nicht ableiten, wie viel Metall tatsächlich wirtschaftlich gewinnbar ist. Die Gehalte sind jedoch aussagekräftig genug, um das Zielgebiet Khayyam als vorrangig einzustufen – 1,71 Prozent Kupfer über 11,7 Meter und ein Kupferäquivalent von 4,25 Prozent über 5,4 Meter gehören in den oberen Bereich dessen, was Junior-Explorer in Erstbohrungen berichten.
Zugleich bleibt das Risikoprofil eines an der TSXV notierten Explorationsunternehmens bestehen. Der Aktienkurs hängt stark an Ergebnismeldungen, und ein erheblicher Teil der Bohrungen ist noch nicht ausgewertet. Anleger sollten die ausstehenden Analysen von Stumble-On, Triple G, dem Mad-Dog-Prospekt am Wodski-Projekt und der letzten Khayyam-Bohrung abwarten, bevor sie die Ergebnisse als Gesamtbild bewerten. Eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung lässt sich daraus nicht ableiten.
Ausblick
Die nächsten Nachrichten dürften aus den noch offenen Bohrlöchern kommen. Ausstehend sind die Ergebnisse von Stumble-On, von den vier Bohrungen am neuen Triple-G-Target sowie die letzte der acht Khayyam-Bohrungen. Am Wodski-Projekt hat Alex Metals ebenfalls ein Erstprogramm abgeschlossen; es umfasste nach Unternehmensangaben 3.138 Meter, die Ergebnisse des Mad-Dog-Prospekts stehen noch aus. Am Frenchie-Projekt auf der Zarembo-Insel laufen Kartierung und geophysikalische Erhebungen weiter, bevor im Jahr 2027 ein erstes Bohrprogramm starten soll. Das Unternehmen gibt an, die neuen Daten würden die weitere Exploration leiten.
Kurz erklärt
- VMS: Vulkanogen-massive Sulfid-Lagerstätten entstehen am Meeresboden an heißen Quellen und enthalten meist mehrere Metalle wie Kupfer, Zink, Gold und Silber in kompakter, linsenförmiger Form.
- Kupferäquivalent: Kennzahl, die den Beitrag mehrerer Metalle in einem Bohrabschnitt zu einem einzigen Kupferwert zusammenfasst, damit unterschiedliche Abschnitte vergleichbar werden.
- Qualifizierte Person nach NI 43-101: Kanadischer Standard, nach dem technische Angaben zu Explorationsprojekten von einer namentlich genannten, fachlich befähigten Person geprüft und freigegeben werden müssen.
