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xAI droht Klage wegen Luftverschmutzung durch Rechenzentren in Mississippi

NAACP und Umweltgruppen werfen Elon Musks KI-Unternehmen Verstöße gegen den Clean Air Act vor.

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xAI droht Klage wegen Luftverschmutzung durch Rechenzentren in Mississippi

Elon Musks Künstliche-Intelligenz-Unternehmen xAI steht unter massivem Druck von Umwelt- und Bürgerrechtsorganisationen. Am Freitag kündigten das Southern Environmental Law Center und Earthjustice im Namen der NAACP rechtliche Schritte gegen xAI und dessen Tochtergesellschaft MZX Tech LLC an. Der Vorwurf: Der Betrieb von Dutzenden erdgasbetriebenen Turbinen am Standort Southaven in Mississippi erfolge ohne erforderliche Bundesgenehmigung und verstoße gegen den Clean Air Act.

Die umstrittenen Turbinen dienen der Energieversorgung der KI-Rechenzentren Colossus 1 und Colossus 2 in Memphis, Tennessee. Nun plant xAI ein drittes Rechenzentrum in Southaven, etwa 30 Kilometer von Memphis entfernt. Mississippis republikanischer Gouverneur Tate Reeves hatte bei der Ankündigung Anfang des Jahres erklärt, das Projekt werde "Hunderte dauerhafte Arbeitsplätze" schaffen. Doch die Umweltbelastung durch die Turbinen sorgt seit über einem Jahr für Konflikte mit den betroffenen Gemeinden.

Fusion mit SpaceX und KI-Wettlauf

Das 2023 von Musk gegründete xAI konkurriert mit OpenAI, Anthropic und Google im boomenden Markt für generative Künstliche Intelligenz. Anfang Februar fusionierte xAI mit Musks Raumfahrt- und Rüstungsunternehmen SpaceX in einem Deal, der das kombinierte Unternehmen mit 1,25 Billionen Dollar bewertet. Zu xAI gehört auch Musks soziales Netzwerk X (ehemals Twitter) sowie der KI-Chatbot und Bildgenerator Grok.

Musk setzt auf die Region Memphis als Grundlage seiner KI-Ambitionen und nimmt dabei Umweltvorschriften offenbar nicht besonders ernst. Die Environmental Protection Agency (EPA) hat kürzlich klargestellt, dass die von xAI eingesetzten Turbinen nicht als temporäre Motoren klassifiziert werden können und daher Bundesgenehmigungen erfordern. Dennoch betreibt xAI die Anlagen über Staatsgrenzen hinweg ohne entsprechende Erlaubnisse.

Gesundheitsrisiken für überwiegend schwarze Gemeinden

Besonders betroffen ist die überwiegend von Schwarzen bewohnte Gemeinde Boxtown in South Memphis. Anwohner berichteten bei öffentlichen Anhörungen von einem Gestank in der Luft und gesundheitlichen Problemen durch zunehmenden Smog. Wissenschaftler der University of Tennessee bestätigten in Untersuchungen, dass der Turbinenbetrieb die Luftverschmutzung in der Region verschärft hat.

Auch die Lärmbelästigung sorgt für Unmut. Jason Haley, Einwohner von Southaven, berichtet von kopfschmerzverursachenden Geräuschen rund um die Uhr, die selbst in seinem Haus zu hören seien. Er gehört der Gruppe "Safe and Sound" an, die Dezibelpegel dokumentiert und die Behörden zum Handeln drängt. Am kommenden Dienstag findet eine öffentliche Anhörung statt, bei der über die Genehmigung von 41 permanenten Turbinen am Standort Southaven entschieden werden soll.

Branchenweites Problem bei Rechenzentren

Die Konflikte um xAI sind kein Einzelfall. In den gesamten USA treiben Tech-Konzerne den Bau massiver Rechenzentren voran, die lokale Energie- und Wasserversorgung belasten und Preise in die Höhe treiben. Microsoft beendete im November Pläne für ein Rechenzentrum in Wisconsin nach massivem Widerstand. Auch Amazon zog sich nach Protesten von einem Projekt in Arizona zurück.

Patrick Anderson, leitender Anwalt des SELC, betonte: "xAI muss sich an das Gesetz halten, genau wie jedes andere Unternehmen auch." Das Mississippi Department of Environmental Quality äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen. xAI reagierte ebenfalls nicht auf Anfragen zur Stellungnahme.

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