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Venezuelas Ölexporte brechen im März deutlich ein

US-Sanktionen, Zölle und ausbleibende Abnehmer belasten das wichtigste Exportgeschäft des Landes

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 Venezuelas Ölexporte brechen im März deutlich ein

Die venezolanischen Exporte von Rohöl und Treibstoff sind im März um 11,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat gesunken. Grund dafür sind neue US-Zölle und Sanktionen, die zu Verzögerungen und dem Aussetzen von Lieferungen geführt haben. Nach Angaben aus Schiffsverkehrsdaten und internen Unterlagen des staatlichen Ölkonzerns PDVSA verließen im März insgesamt 42 Schiffe venezolanische Gewässer. Sie transportierten im Durchschnitt 804.677 Barrel Rohöl und Treibstoff pro Tag sowie 341.000 Tonnen Ölnebenprodukte und petrochemische Erzeugnisse. Damit lag das Exportvolumen nicht nur deutlich unter dem Wert vom Februar, sondern auch 7,8 Prozent unter dem Niveau des März 2024 und erreichte den niedrigsten Stand seit Dezember.

Die Maßnahmen der USA beinhalten unter anderem einen 25-prozentigen Zoll auf venezolanisches Rohöl und Gas, der in dieser Woche in Kraft tritt. Zudem wurde die für das Land wichtige Lizenz des US-Konzerns Chevron widerrufen, der bisher Öl in Venezuela fördern und in die USA exportieren durfte. Betroffene Unternehmen müssen ihre Aktivitäten bis zum 27. Mai einstellen. Traditionelle Abnehmer in China und Indien haben bereits erste Lieferungen, die für Ende März und April vorgesehen waren, storniert.

China war im März erneut der größte Abnehmer venezolanischen Rohöls mit einer Importmenge von 483.700 Barrel pro Tag. Es folgten die USA mit 210.700 Barrel pro Tag, Indien mit 60.160 Barrel und Kuba mit 50.130 Barrel pro Tag. Nach Europa wurden im März keine Lieferungen exportiert. Einige europäische Firmen planen jedoch noch letzte Verladungen, bevor die Frist zum Ausstieg ausläuft.

Die venezolanische Regierung wies die von Reuters veröffentlichten Exportzahlen zurück. Vizepräsidentin Delcy Rodriguez erklärte, die Ausfuhren seien im März um 8,78 Prozent gestiegen, legte dafür jedoch keine Belege oder Details vor. Präsident Nicolas Maduro verurteilt die US-Sanktionen regelmäßig und bezeichnet sie als Teil eines "wirtschaftlichen Krieges" gegen Venezuela.

Infolge der US-Maßnahmen warten viele Schiffe trotz Genehmigung von PDVSA weiterhin vor den venezolanischen Häfen. Über 80 Schiffe befinden sich laut Satellitenaufnahmen derzeit in oder nahe den nationalen Gewässern, davon 35 bereits beladen, aber noch nicht ausgelaufen. Zwei Tanker haben venezolanische Gewässer in den letzten Wochen sogar ohne Ladung verlassen. Beobachter rechnen damit, dass die neuen Sanktionen Venezuelas wichtigste Einnahmequelle in den kommenden Monaten weiter schwächen könnten, sofern sie bestehen bleiben. Gleichzeitig prüft das Land offenbar, wie es über Asien und Zwischenhändler alternative Absatzwege nutzen könnte.

ÖlExportVenezuelaZölle

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