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USA untersagen Ölzahlungen an Eni aus Venezuela

Mehrere internationale Konzerne von Aufhebung der US-Ausnahmeregelungen betroffen

USA untersagen Ölzahlungen an Eni aus Venezuela

Der italienische Energiekonzern Eni hat bestätigt, dass er von den US-Behörden darüber informiert wurde, künftig nicht mehr mit Öllieferungen der staatlichen venezolanischen Ölgesellschaft PDVSA für seine Gasproduktion in Venezuela entschädigt werden zu dürfen. Zuvor hatte Reuters berichtet, dass die US-Regierung ausländische Partner von PDVSA über die bevorstehende Aufhebung von Genehmigungen informiert habe, die es ihnen bislang ermöglicht hatten, venezolanisches Öl und seine Nebenprodukte zu exportieren.

Eni teilte mit, dass man weiterhin im engen Austausch mit den US-Behörden stehe, um Lösungen zu finden, damit nicht-sanktionierte Gaslieferungen, die für die venezolanische Bevölkerung von Bedeutung seien, von PDVSA weiterhin vergütet werden könnten. Der Konzern betonte zudem, dass er stets im Einklang mit dem internationalen Sanktionsrahmen operiere. Auch andere Unternehmen hatten ähnliche Genehmigungen oder sogenannte „Comfort Letters“ erhalten, darunter Spaniens Repsol, Frankreichs Maurel & Prom, Indiens Reliance Industries sowie US-amerikanische Global Oil Terminals.

Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodriguez bestätigte, dass die venezolanische Regierung über die Entscheidung der USA informiert worden sei, die bisherigen Genehmigungen aufzuheben. In einer Mitteilung über soziale Medien erklärte sie, dass das Land auf diese Situation vorbereitet sei und weiterhin die vertraglichen Verpflichtungen gegenüber den betroffenen Unternehmen erfüllen werde. Zudem betonte sie, dass ausländische Firmen in Venezuela keine Lizenz oder Genehmigung einer anderen Regierung benötigen würden. Venezuela verstehe sich als verlässlicher Partner und werde die bestehenden Vereinbarungen einhalten.

Venezuelas Präsident Nicolas Maduro bezeichnete die verhängten Sanktionen erneut als Teil einer „wirtschaftlichen Kriegsführung“. Bereits zuvor hatten zahlreiche Unternehmen den Import von venezolanischem Öl ausgesetzt. Ausschlaggebend dafür war die Einführung sogenannter sekundärer Sanktionen durch die US-Regierung unter Präsident Trump, die sich gegen Käufer von venezolanischem Öl und Gas richten. Nach Angaben von Branchenquellen und Analysen von Schiffsdaten hatten die betroffenen Unternehmen daraufhin ihre Aktivitäten im Zusammenhang mit venezolanischem Öl deutlich eingeschränkt.

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