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USA besorgt: Hat China verbotene ASML-Chipmaschinen erhalten?

US-Handelsminister Lutnick äußerte gegenüber ASML-Führungskräften Bedenken wegen möglicher Exportverstöße zugunsten Chinas.

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USA besorgt: Hat China verbotene ASML-Chipmaschinen erhalten?

US-Handelsminister Howard Lutnick hat in mehreren Treffen mit der Führungsebene des niederländischen Chipausrüsters ASML Bedenken geäußert. Konkret geht es um den Verdacht, dass eine der hochmodernen Maschinen des Unternehmens unter Verstoß gegen US-geführte Exportbeschränkungen nach China gelangt sein könnte. Dies berichtete Bloomberg News am Donnerstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Im Mittelpunkt der Besorgnis stehen sogenannte EUV-Maschinen – Geräte, die auf der Technologie der Extremen Ultraviolett-Lithografie (Extreme Ultraviolet Lithography) basieren. Diese Anlagen gelten als die fortschrittlichsten Werkzeuge zur Herstellung modernster Halbleiter und sind für die Produktion der leistungsfähigsten Chips der Welt unverzichtbar. ASML ist weltweit der einzige Hersteller dieser Technologie.

Exportbeschränkungen im Fokus

Die USA haben in den vergangenen Jahren gemeinsam mit verbündeten Staaten, darunter auch die Niederlande, umfangreiche Exportkontrollen eingeführt, um zu verhindern, dass China Zugang zu modernster Halbleitertechnologie erhält. EUV-Maschinen stehen dabei ganz oben auf der Liste der sensiblen Güter, deren Export nach China bereits seit Längerem untersagt ist. Ein möglicher Verstoß gegen diese Regelungen würde daher als schwerwiegend eingestuft werden.

ASML ist als niederländisches Unternehmen ein zentraler Akteur in der globalen Halbleiterindustrie und beliefert Chipgiganten wie TSMC, Samsung und Intel. Die Maschinen des Unternehmens sind essenziell für die Fertigung von Chips in kleinsten Strukturgrößen, die in Smartphones, Rechenzentren und KI-Anwendungen zum Einsatz kommen. Entsprechend groß ist die geopolitische Bedeutung des Unternehmens im Technologiewettbewerb zwischen den USA und China.

Geopolitischer Kontext des Chipstreits

Der Halbleitersektor ist seit Jahren ein zentrales Schlachtfeld im Technologiekonflikt zwischen Washington und Peking. Die USA versuchen, Chinas Zugang zu modernster Chiptechnologie systematisch einzuschränken, um einen möglichen militärischen und wirtschaftlichen Vorsprung Pekings zu verhindern. Exportkontrollen gegenüber ASML und anderen Halbleiterunternehmen sind dabei ein wesentliches Instrument dieser Strategie.

Für deutsche und europäische Anleger ist die Entwicklung rund um ASML von besonderer Bedeutung, da das Unternehmen zu den wertvollsten börsennotierten Unternehmen Europas zählt und im DAX-Umfeld sowie in zahlreichen europäischen Indizes stark gewichtet ist. Nachrichten über mögliche Exportverstöße oder verschärfte Regulierungen können die Aktie des Unternehmens erheblich beeinflussen.

Ob und in welchem Umfang tatsächlich ein Verstoß gegen die Exportbeschränkungen stattgefunden hat, ist nach aktuellem Stand der Berichterstattung nicht bestätigt. Bloomberg News stützte seinen Bericht auf anonyme Quellen, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Eine offizielle Stellungnahme von ASML oder dem US-Handelsministerium wurde in dem Bericht nicht erwähnt.

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