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US-Haushaltsdefizit im März steigt auf 164 Milliarden Dollar

Höhere Steuerrückerstattungen und Farmhilfen treiben das Defizit leicht an – Kriegsausgaben fallen bislang moderat aus.

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US-Haushaltsdefizit im März steigt auf 164 Milliarden Dollar

Das US-Bundeshaushaltdefizit ist im März um 4 Milliarden Dollar oder 2 Prozent auf 164 Milliarden Dollar gestiegen. Das US-Finanzministerium meldete am Freitag, dass neue Steuererleichterungen für Privatpersonen und Unternehmen zu deutlich höheren Rückerstattungen geführt haben. Zusätzlich stiegen die Hilfszahlungen an Landwirte im Vergleich zum Vorjahr an.

Die Gesamteinnahmen im März beliefen sich auf 385 Milliarden Dollar – ein Plus von 17 Milliarden Dollar bzw. 5 Prozent gegenüber März 2025. Auf der Ausgabenseite wurden 549 Milliarden Dollar verbucht, was einem Anstieg von 21 Milliarden Dollar oder 4 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Nach Bereinigung um kalenderbedingte Anpassungen bei den Sozialleistungen hätte das Defizit im März sogar 250 Milliarden Dollar betragen – ein Zuwachs von 9 Milliarden Dollar oder 4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Kriegsausgaben noch überschaubar – Anstieg erwartet

Trotz des laufenden Iran-Konflikts wiesen die monatlichen Haushaltsdaten keinen größeren Anstieg der Kriegsausgaben auf. Die Ausgaben für Militär- und Verteidigungsprogramme stiegen im ersten Monat des Konflikts lediglich um 2 Milliarden Dollar oder 3 Prozent auf 65 Milliarden Dollar. Ein Vertreter des Finanzministeriums erklärte, dass viele kriegsbedingte Ausgaben – etwa für die Auffüllung der Waffenbestände – erst in späteren Monaten anfallen würden. Anleger und Haushaltspolitiker dürften die kommenden Monatsberichte daher besonders aufmerksam verfolgen.

Die Zolleinnahmen entwickelten sich im März rückläufig. Nachdem der Oberste Gerichtshof der USA die weitreichenden globalen Zölle von Präsident Donald Trump, die unter einem Notstandsgesetz verhängt worden waren, für nichtig erklärt hatte, schwächten sich die Einnahmen aus Zöllen spürbar ab. Im März beliefen sie sich auf insgesamt 22,2 Milliarden Dollar, verglichen mit 26,6 Milliarden Dollar im Februar und monatlichen Gesamtsummen im niedrigen 30-Milliarden-Dollar-Bereich Ende des vergangenen Jahres.

Zolleinnahmen dennoch deutlich über Vorjahresniveau

Trotz des Rückgangs gegenüber den Vormonaten lagen die Zolleinnahmen im März deutlich über dem Wert von 8,2 Milliarden Dollar aus dem März 2025. Dies verdeutlicht, dass die Zollpolitik der Trump-Regierung – trotz der gerichtlichen Einschränkungen – weiterhin erhebliche fiskalische Auswirkungen hat. Für deutsche Anleger und Exporteure ist diese Entwicklung relevant, da US-Zölle die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Waren auf dem amerikanischen Markt direkt beeinflussen.

Die Haushaltslage der USA bleibt damit angespannt. Steigende Ausgaben durch Steuererleichterungen, Farmhilfen und absehbar höhere Verteidigungskosten auf der einen Seite sowie schwankende Zolleinnahmen auf der anderen Seite dürften das Defizit in den kommenden Monaten weiter unter Druck setzen. Marktbeobachter werden insbesondere die Entwicklung der kriegsbedingten Ausgaben und die Reaktion der Anleihemärkte auf die wachsende Staatsverschuldung im Blick behalten.

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