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UBS steigert Vorsteuergewinn im dritten Quartal um 27 Prozent

Der Schweizer Bankenriese profitiert von starken Zuflüssen im Wealth Management und treibt die Credit-Suisse-Integration voran.

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UBS steigert Vorsteuergewinn im dritten Quartal um 27 Prozent

Die UBS hat im dritten Quartal einen Gewinn vor Steuern von nahezu 3,6 Milliarden US-Dollar erzielt. Das entspricht einem Anstieg von 27 Prozent und lag damit weitgehend im Einklang mit den Konsensprognosen der Analysten. Der Schweizer Banken- und Asset-Management-Riese verzeichnete zudem starke Nettozuflüsse in sein globales Wealth-Management-Geschäft.

Der Nettogewinn belief sich im dritten Quartal auf 2,7 Milliarden US-Dollar und lag damit im Rahmen der Schätzungen. Auch die Kapitalausstattung entwickelte sich solide: Der Solvabilitätsquotient der Common Equity Tier (CET) 1 Kapitalausstattung mit Sitz in Zürich – ein Maß für die Zahlungsfähigkeit einer Bank – erreichte während des Berichtszeitraums 14,7 Prozent und lag damit über den 14,4 Prozent des Vorquartals.

Starke Zuflüsse stützen die Performance

Besonders erfreulich für die Bank entwickelte sich das Neugeschäft. Die Netto-Neuakquisitionen erreichten bis zum Quartalsende 55,1 Milliarden US-Dollar. Darüber hinaus verbuchte die UBS 12,5 Milliarden US-Dollar an Kundenverpflichtungen in ihren Wealth-Management- und Asset-Management-Sparten. Diese Zuflüsse unterstreichen die Attraktivität des diversifizierten Geschäftsmodells in einem anspruchsvollen Marktumfeld.

Für deutsche Anleger ist die Entwicklung der Schweizer Großbank von besonderer Bedeutung, gehört die UBS doch zu den wichtigsten Akteuren im europäischen Private Banking und Vermögensverwaltungsgeschäft. Die starken Mittelzuflüsse deuten darauf hin, dass vermögende Kunden trotz volatiler Märkte auf die Stabilität großer Institute setzen.

Credit-Suisse-Integration auf Kurs

In ihrer Gewinnmitteilung für das dritte Quartal am Donnerstag teilte die Bank mit, dass die Integration des ehemaligen Konkurrenten Credit Suisse „fest auf Kurs“ sei, um bis zum Jahresende abgeschlossen zu werden. Dadurch wurden kumulierte Kosteneinsparungen in Höhe von insgesamt 13,7 Milliarden US-Dollar erzielt, was über den früheren Erwartungen von 13,5 Milliarden US-Dollar lag.

Die Übernahme der Credit Suisse durch die UBS war eine der größten Bankenfusionen der jüngeren europäischen Finanzgeschichte. Die nun übertroffenen Einsparziele gelten als wichtiger Beleg dafür, dass der Konzern die erhofften Synergien tatsächlich realisieren kann. Für den Schweizer Finanzplatz insgesamt ist der reibungslose Abschluss der Integration ein zentrales Thema.

CEO Sergio P. Ermotti kommentierte das Ergebnis mit klaren Worten: „In einem zunehmend komplexen Marktumfeld hat unsere starke Leistung im dritten Quartal erneut die Vorteile unseres diversifizierten globalen Geschäftsmodells und der disziplinierten Umsetzung unter Beweis gestellt.“ Der Bankchef ergänzte: „UBS bleibt strategisch an seinem diversifizierten Geschäftsmodell sowie an seinem globalen und regionalen Footprint gebunden.“

Ausblick und Einordnung

Mit dem Festhalten am globalen und regionalen Footprint stellt Ermotti klar, dass die UBS trotz der laufenden Integration keine Rückzüge aus wichtigen Märkten plant. Die Kombination aus gestiegenem Vorsteuergewinn, höherer Kapitalquote und übertroffenen Kosteneinsparungen zeichnet ein robustes Bild des Instituts.

Für Anleger bleibt die entscheidende Frage, ob die UBS die Dynamik nach dem Abschluss der Credit-Suisse-Integration halten kann. Die vorgelegten Zahlen liefern zumindest eine solide Grundlage für das weitere Vorgehen des Schweizer Bankenriesen.

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