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Trump plant US-Rentenreform nach australischem Vorbild – Zukunft der Social Security offen

US-Präsident Trump erwägt erneut ein Rentensystem nach australischem Modell – nur wenige Tage nach Einführung der „Trump-Konten" für Kinder.

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Trump plant US-Rentenreform nach australischem Vorbild – Zukunft der Social Security offen

Präsident Donald Trump hält an seinen Plänen für eine grundlegende Reform des amerikanischen Rentensystems fest. Mehr als sechs Monate nach seiner ersten Erwähnung des Themas erklärte Trump erneut, seine Regierung arbeite an einem Plan nach dem Vorbild des australischen „Superannuation"-Programms. Die Ankündigung erfolgte nur wenige Tage nach der Einführung sogenannter „Trump-Konten" für Kinder – ein weiteres Zeichen dafür, dass das Thema Altersvorsorge in Washington zunehmend an Fahrt gewinnt.

Das australische Superannuation-System gilt international als eines der erfolgreichsten Modelle der kapitalgedeckten Altersvorsorge. Es verpflichtet Arbeitgeber gesetzlich dazu, 12 Prozent des Bruttogehalts ihrer Beschäftigten in einen individuellen Vorsorgeplan einzuzahlen. Die Beiträge werden auf persönlichen Konten der Arbeitnehmer angespart und am Kapitalmarkt investiert – ähnlich einem Pensionsfonds.

Wie funktioniert das aktuelle US-System?

Das bestehende amerikanische Rentensystem, bekannt als Social Security, funktioniert nach einem grundlegend anderen Prinzip. Dort teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Beiträge: Beide Seiten zahlen jeweils 6,2 Prozent des Lohns in die staatliche Rentenversicherung ein. Das System ist umlagefinanziert – das bedeutet, die heutigen Beiträge der Erwerbstätigen finanzieren direkt die laufenden Renten der heutigen Rentner.

Ein Wechsel zum australischen Modell würde damit einen fundamentalen Systemwechsel bedeuten: weg von der Umlagefinanzierung, hin zur Kapitaldeckung. Für deutsche Leser ist dieser Unterschied vertraut – auch in Deutschland wird seit Jahrzehnten über eine stärkere Kapitaldeckung in der gesetzlichen Rentenversicherung diskutiert, ohne dass ein vollständiger Systemwechsel vollzogen wurde.

Offene Fragen zur Umsetzung

Konkrete Details zu Trumps Plan – etwa wie der Übergang gestaltet werden soll, was mit bestehenden Social-Security-Ansprüchen geschieht oder wie hoch die Arbeitgeberbeiträge im neuen System ausfallen würden – nannte die Regierung bislang nicht. Auch ist unklar, ob der Kongress einen solchen Reformvorschlag mittragen würde, da eine Änderung der Social Security politisch als äußerst heikel gilt.

Die Idee, ein australisches Modell in den USA einzuführen, ist nicht neu. Trump hatte das Thema bereits vor mehr als sechs Monaten erstmals öffentlich angesprochen, ohne dass seitdem konkrete Gesetzgebungsschritte eingeleitet wurden. Die erneute Erwähnung zeigt jedoch, dass die Idee innerhalb der Regierung weiterhin aktiv diskutiert wird.

Für Millionen amerikanischer Rentner und Arbeitnehmer bleibt die Frage, was aus der Social Security wird, vorerst unbeantwortet. Das System ist für viele US-Bürger die wichtigste oder einzige Einkommensquelle im Alter – eine Reform hätte damit weitreichende gesellschaftliche Konsequenzen.

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