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Toyota meldet dritten Gewinnrückgang trotz Rekordabsatz – US-Zölle belasten

Japanischer Autobauer erwartet 10 Prozent weniger operativen Gewinn im dritten Quartal

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Toyota meldet dritten Gewinnrückgang trotz Rekordabsatz – US-Zölle belasten

Der weltgrößte Automobilhersteller Toyota Motor steht vor dem dritten Quartalsrückgang beim operativen Gewinn in Folge. Für das Quartal Oktober bis Dezember erwarten Analysten einen operativen Gewinn von 1,09 Billionen Yen (6,95 Milliarden US-Dollar) – ein Minus von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hauptgründe sind steigende Kosten und US-Importzölle, die die Margen belasten.

Trotz des Gewinnrückgangs zeigt sich Toyota robust in einem schwierigen Marktumfeld. Die weltweiten Verkäufe von Toyota- und Lexus-Fahrzeugen kletterten 2025 um fast 4 Prozent auf den Rekordwert von 10,5 Millionen Einheiten. Besonders stark entwickelte sich der wichtigste Markt USA mit einem Verkaufsplus von 8 Prozent.

"Für die Branche erwarten wir keine Volumensteigerung, was bedeutet, dass Toyota Marktanteile von Wettbewerbern gewinnen muss", erklärt James Hong, Leiter der Mobilitätsforschung bei Macquarie. Das Unternehmen befinde sich in einer "Gewinnerposition" dank starker Hybridmodelle und gut verwalteter Lagerbestände.

Hybridstrategie zahlt sich aus

Der Erfolg Toyotas basiert maßgeblich auf der Hybridstrategie. 42 Prozent aller verkauften Toyota- und Lexus-Fahrzeuge waren 2025 Hybride, während rein batterieelektrische Modelle weniger als 2 Prozent ausmachten. Besonders in den USA profitiert der Konzern von der steigenden Nachfrage nach margenstarken Hybridfahrzeugen.

Regional zeigt sich ein gemischtes Bild: Während die Verkäufe in China stagnierten, legte Toyota in Indien um beeindruckende 17 Prozent auf über 350.000 Fahrzeuge zu. Dies unterstreicht die erfolgreiche Diversifikation des japanischen Herstellers über verschiedene Wachstumsmärkte hinweg.

Gegenwind durch Zölle und Kosten

Die Gewinnentwicklung wird durch mehrere Faktoren belastet. US-Importzölle von 15 Prozent auf Fahrzeuge aus Japan belasten das Ergebnis ebenso wie steigende Arbeitskosten und höhere Rohstoffpreise. Dennoch hatte Toyota im November seine Gesamtjahres-Gewinnprognose auf 3,4 Billionen Yen angehoben.

Ein wichtiger Unsicherheitsfaktor bleibt der Yen-Wechselkurs. Toyota kalkuliert für das laufende Geschäftsjahr mit 146 Yen pro US-Dollar und 169 Yen pro Euro. Die Währung notiert derzeit schwächer als diese Niveaus, was zusätzliches Aufwärtspotenzial für die Gewinne bieten könnte.

Parallel zu den Quartalszahlen steht Toyota verstärkt im Fokus von Investoren bezüglich der Unternehmensführung. Zuletzt gab es Widerstand aktivistischer Investoren gegen Pläne zur Privatisierung der Tochtergesellschaft Toyota Industries. Die detaillierten Quartalsergebnisse wird das Unternehmen am Freitag vorlegen.

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